Autonome Antifa Freiburg
Bern verbietet Demonstrationen
Sonnabend, 17.05.2008

In Bern werden zukünftig keine Demonstrationen mehr bewilligt. Mit den Stimmen der Partei Grüne Freie Liste hat der Stadtrat beschlossen, dass Kundgebungen nur noch auf Plätzen bewilligt werden. Fuck you, wir brauchen keine Bewilligung!
Rechts von der CDU nur die Wand
Freitag, 16.05.2008

Der Nazianwalt Klaus Harsch hat vor dem Landgericht Karlsruhe eine Unterlassungsverfügung erreicht, nach welcher der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich seine Äußerungen im SWR, dass „jemand, der rechtsradikales Gedankengut vertrete, nichts in der CDU verloren habe“, nicht wiederholen darf. Das Gericht wertete Fenrichs Äußerung nicht als Meinungsäußerung sondern als unzulässige Tatsachenbehauptung. Aus den Reihen der CDU kommt derweil beredtes Schweigen: Harsch ist noch immer Mitglied.
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Utopie braucht keine Bewilligung
Freitag, 16.05.2008

Das Utopie-Netzwerk hat in einer Pressemitteilung auf die Stadtverwaltung reagiert und betont den Konsens, dass aus „Protest und Kritik gegen eine zunehmende staatliche Überwachung und Kontrolle“ keine Aktionen und Veranstaltungen bei den Behörden angemeldet werden. Dennoch seien die AktivistInnen Dialogbereit. Auch die Schattenparker haben auf die Anti-Freiraum Hetze der Stadt reagiert. In ihrem Communiqué weisen die WäglerInnen erneut auf die Notwendigkeit mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die überfällige Akzeptanz alternativer Lebensformen hin. Der Aktionsmonat beginnt morgen um 11 Uhr vor dem Freiburger Theater…
Live-Ticker zum Utopiemonat
Freitag, 16.05.2008

Pünktlich zu Beginn des Freiburger Aktionsmonats „Die Utopie Leben“ hat das linke Infoportal freieburg.de einen Ticker eingerichtet. Auch dieser funktioniert wie der Terminkalender, dann wenn Leute ihn nutzen. Do-it-Yourself, become the media!
La xenofobia imperversa
Freitag, 16.05.2008

Die italienische Regierung hat auf das Pogrom in Neapel gegen die Roma reagiert: Mit Großrazzien gegen Illegalisierte. Bei den landesweiten Razzien wurden über 400 Personen festgenommen. Keiner der an der Lynchjustiz in Neapel Beteiligten wurde festgenommen, seit Mittwochabend ist der Stadtteil Ponticelli „Roma-frei“. Wie in Deutschland Anfang der 90er wird der durch die jahrelange Verelendungspolitik des italienischen Staates und der unsäglichen Hetze der italienischen Presse geschürte „Volkszorn“ benutzt, um drakonische Maßnahmen zu ergreifen und noch schärfere Gesetze gegen MigrantInnen durchzusetzen. Nun soll die Maximalzeit in den Abschiebelagern auf anderthalb Jahre erhöht und der Straftatbestand der „illegalen Einwanderung“ geschaffen werden.
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Stadt wünscht Gespräche
Donnerstag, 15.05.2008

Einige Flugblätter kündigten fälschlicherweise den Beginn des Utopiemonats in Freiburg für den 15. Mai an, was die Behörden, sowohl auf der Straße als auch in den Verwaltungen, in Bewegung versetzt hat. Unter dem Betreff: „Keine Anträge bzw. Anmeldungen für Veranstaltungen und Versammlungen des ‚Aktionsmonats Utopie Leben in Freiburg‘ bisher vorhanden“ äußern Stadt und Polizei eine gewisse Dialogbereitschaft mit den Utopist@s, weisen jedoch auf die Notwendigkeit der Erfüllung juristischer Grundsätze hin. Die Veranstaltungen sollen nicht unangemeldet und nur an gewissen Orten stattfinden dürfen. „Platzangebote für Besucher im Rahmen der Wagentage (13.-22.6.) sind nach Absprachen mit der Stadt ggf. realisierbar“, so das Papier. Auch für die Auftaktparade am Samstag, den 17. Mai, um 11 Uhr am Platz der alten Synagoge, kündigte die Polizei an, „ausnahmsweise“ vor Ort mit den Linken zu verhandeln.
„In Erwägung, daß wir der Regierung, was sie immer auch verspricht nicht trau’n, haben wir beschlossen unter eig’ner Führung uns ein gutes Leben aufzubau’n.“
Bert Brecht
Faites la révolution, pas la guerre!
Donnerstag, 15.05.2008

Am Dienstag, den 20. Mai, findet um 20 Uhr eine weitere Infoveranstaltung gegen den Natogipfel 2009 in der KTS-Freiburg statt.
„In Erwägung, daß ihr uns dann eben mit Gewehren und Kanonen droht, haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben mehr zu fürchten als den Tod.“
Bert Brecht
Only anarchists are pretty
Donnerstag, 15.05.2008

Der am 15. Mai vorgestellte Bundesverfassungsschutzbericht 2007, dem Jahrbuch der gewaltgeilen Biedermänner, macht mit der branchenüblichen Verspätung von viereinhalb Jahren auf die Schlägertrupps der „Autonomen Nationalisten“ aufmerksam. Wieder einmal zeigt sich: „Autonome Zusammenschlüsse [..] in fast allen größeren Städten, ins­besondere in den Ballungszentren Ber­lin, Hamburg, Rhein-Main-Gebiet, Regi­on Dresden/Leipzig, aber auch in kleine­ren Universitätsstädten wie Göttingen und Freiburg“ sind einfach näher am Feind. Nur die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark!
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NPD-Veranstaltung in Pforzheim
Mittwoch, 14.05.2008

In Pforzheim hat die NPD 11. Mai in der Gaststätte „Im Hinteren Tal“ in Dillweißenstein vor rund 100 Nazis eine mehrstündige Veranstaltung abgehalten. Es referierten Olaf Rose, der Produzent des geschichtsrevisionistischen Films „Geheimakte Heß“, und der ehemalige Heß-Krankenpfleger Abdullah Melaouhi. Die Bullen entschieden sich „aus rechtlichen wie taktischen Gründen“ die Veranstaltung nicht aufzulösen.
Pogrom contro i rom
Mittwoch, 14.05.2008

In Neapel zogen am 12. und am 13. Mai mit Molotow-Cocktails, Eisenstangen, Knüppeln und Steinen bewaffnete BewohnerInnen des Stadtteils Ponticelli zu einem Roma-Camp, nachdem eine 16-jährige Roma wegen angeblicher Kindesentführung verhaftet worden war. Sie fackelten unter den wohlwollenden Kameras des italienischen Staatssenders RAI drei Camps und ein leerstehendes, in letzter Zeit von Roma besetztes Gebäude, ab und griffen einzelne Roma an. Niemand wurde verhaftet, fast alle Zeitungen zeigten Verständnis für das Pogrom und die faschistische Regierung applaudiert. È cominciata di nuovo la caccia alle streghe: i padroni, il governo, la stampa e la televisione…
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Freeganism, CrimethInc, Rock-Bloc, et cetera
Mittwoch, 14.05.2008

Am Mittwoch, den 21. Mai, veranstaltet La Banda Vaga eine Lesung zur Entwicklung des Anarchismus in den USA seit den Protesten gegen den WTO-Gipfel in Seattle 1999 im KTS-Café. Ab 20 Uhr wird Gabriel Kuhn, der den Sammelband „‚Neuer Anarchismus‘ in den USA — Seattle und die Folgen“ herausgegeben hat, sein Buch im Rahmen einer Lesereise vorstellen.
Genève expulse
Mittwoch, 14.05.2008

Das am 11. Mai besetzte Restaurant in Genf wurde am 14. Mai wieder geräumt. On reviendra, enragéEs et toujours plus fortEs!
NPD-Bundesparteitag verhindern
Mittwoch, 14.05.2008

Am Wochenende 24./25. Mai will die NPD im bayrischen Bamberg ihren Bundesparteitag mit rund 600 TeilnehmerInnen abhalten. Die Nazipartei konnte sich erfolgreich in die Konzert- und Kongreßhalle in Bamberg einklagen. Gegen den Parteitag mobilisiert eine antifaschistische Initiative. Letztes Jahr wurde der vorgesehene Veranstaltungsort im Saarland abgefackelt und die Website npd-saar.de gehackt.
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Résistance sans frontières

Berichte Autonomer Medienkollektive

Emanzipatorische und unabhängige Medienarbeit ohne kommerzielle Interessen — Alternative zur massenmedialen Konsensfabrik

Am 17. April wurde der Protest gegen den Agrokonzern Syngenta in das Herz der Bestie getragen. Am Tag der Landlosen in Basel verabschiedeten sich 150 AktivistInnen von dem Landlosen Valdir Mota de Oliveira. Er war während eines Protests gegen den illegalen Anbau von genmanipulierten Mais durch Syngenta in Brasilien von einer Sicherheitsfirma erschossen worden.

Das Autonome Medienkollektiv Nahr al-Bared hat einen weiteren Bericht zur Lage im palästinensischen Flüchtlingslagers im Nordlibanon veröffentlicht. Diesmal standen die Hintergründe der Zerstörung von Nahr al-Bared, sowie die Kritik an der Berichterstattung der Mainstreammedien im Mittelpunkt. Ein Videoclip dokumentiert zusätzlich Spuren kollektiver Enteignung.

Da die Villa Rosenau in Basel räumungsbedroht ist, hat das Autonome Medienkollektiv Basel die aktuelle Situation, das politische Projekt und den Stand der Verhandlungen skizziert. Kampflos wird das letzte besetzte Haus in Basel sicher nicht aufgegeben werden.

Am 11. und 12. April fanden dezentralen Aktionstage für Freiräume statt. Gut 100 Linke organisierten ein Aktionswochenende für Freiräume in Freiburg mit einem unangemeldeten Straßenfest im Sedanquartier und einer Freiräume-Fahrradrallye am Samstag. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag entstanden in der KTS der Indyartikel und ein Videoclip des Autonomen Filmkollektivs Freiburg.

Am 08. April 2008 war Ernesto Ledesma von CAPISE in San Christóbal im Autonomen Zentrum KTS Freiburg zu Gast im Rahmen der Info-Tour zur Situation in Chiapas. Sein Aufenthalt wurde in einem Radio-Interview von RDL (1 2), einem Videoclip von Cine Rebelde und einem Bericht des Autonomen Medienkollektivs und in Zusammenarbeit mit dem CARACOL Freiburg dokumentiert.

Im März 2008 sind nach Jahren des Kampfes die Freiburger Strassenpunx auf den Eselswinkel gezogen. Ihr Weg wurde in einem Bericht des Autonomen Medienkollektivs Freiburg nachgezeichnet.

Das Autonome Medienkollektiv Brennpunkt Bern fasste die Proteste gegen das WEF in der Schweiz im Januar 2008 zusammen. In Bern versuchte die Stadt erfolglos eine Demonstration mit harter Repression zu verhindern, in anderen Städten eskalierte die Staatsgewalt.

Am 7. Januar 2008 hat die KTS den Vertrag mit der Stadt zur Nutzung der Räume in der Basler Straße 103 akzeptiert. Das Autonome Zentrum KTS Freiburg bleibt.

Zwischen Asyl und Abschiebung in Freiburg befand sich der kurdische Flüchtling Cengiz Kilic nach jahrelanger Illegalisierung Anfang Dezember. Die Behörden hatten Cengiz psychisch so sehr unter Druck gesetzt, dass er seinen Asylfolgeantrag zurückzog. Am 27. Dezember 2007 wurde Cengiz abgeschoben.

Bei einer Klima-Aktion in Freiburg wurde am 7. Dezember der Betrieb einer Tankstelle während des morgendlichen Berufsverkehrs blockiert. Der Anspruch der AktivistInnen war, einen Anfang zu machen im Kampf gegen den Klimawandel.

Gegen die konservative Bildungspolitik gab es am 19. November eine Studidemo gegen die CDU in Freiburg anlässlich des Landesparteitages in der neuen Messe. Die Bullen versuchten vergeblich die Demonstration zu spalten und die anschließende Fahrraddemo durch Verzögerungen zu verhindern.

Das autonome anarchistische Filmkollektiv a-films unterstützte BewohnerInnen der palästinensischen Flüchtlingscamps Nahr al-Bared im Nordlibanon in der Berichterstattung über Plünderungen und Brandschatzungen der Armee nach dem Krieg zwischen der libanesischen Armee und der Fatah al-Islam von Mai bis September 2007.

Am 12. Oktober gab es Aktionen gegen einen Schäuble-Vortrag in Freiburg. Die Uni wurde zum Podium für den Protest gegen den Überwachungs- und Präventionsstaat, den der Bundesinnenminister wie kein zweiter symbolisiert.

Das Autonome Medienkollektiv Brennpunkt Bern berichtete am 6. Oktober 2007 aus dem Tränengasnebel der Unterstadt über Immigration, schwarze Schafe und schweizer Wut: SVP scheitert mit „Marsch auf Bern“. Am 12. Dezember wurde Christoph Blocher als Bundesrat nicht wiedergewählt.

Über den Widerstand gegen den Lausitzer Braunkohletagebau berichtet das Autonome Medienkollektiv Berlin-Brandenburg. UmweltaktivistInnen besetzten seit dem 17. September 2007 Teile einer bedrohten Teichlandschaft in Lacoma, welche die Vattenfall AG ihrem Profit opfern will.

Anlässlich des Naziaufmarsches am 18. August 2007 veröffentlichte das Antifaschistische Recherchekollektiv BaWü einen Hintergrundartikel zu Nazistrukturen am Bodensee. Beleuchtet wurden faschistische Strukturen in Südost Baden-Württember, in Vorarlberg und im Thurgau.

Am 4. August 2007 wurde das Antifa Festival in der Grossen Halle der Reitschule, Berns Autonomen Zentrum, mit einer Brandbombe angegriffen. Die Hintergründe des Nazianschlags in Bern wurden anlässlich einer antifaschistischen Demonstration am 11. August thematisiert.

Am 28. Juli 2007 gab es in der Freiburger Innenstadt eine „Reclaim the Streets“. Mit kreativen und friedlichen Aktionen wurde für einige Stunden ein Freiraum geschaffen. We want freedom, the right to self-expression, everybody’s right to beautiful, radiant things!

Am Jahrestag des „Freiburger Kessels“ wurde am 29. Juli 2007 ein Dossier zur Polizeirepression in Freiburg veröffentlicht. Eine Sichtweise auf die Propaganda der „Freunde und Helfer“ frei nach Severing: „Herr Präsident, ich meine, eine Ratte ist eine Ratte, und ein Lügner ist ein Lügner.“

Am 7. Juli 2007 setzten 8.000 Bullen einen Naziaufmarsch in Frankfurt am Main gegen antifaschistischen Widerstand durch. Nazis passt bloß auf, wir kriegen euch alle. Tod dem Faschismus!

Ebenfalls am 7. Juli 2007 gab es Protestaktionen in Freiburg gegen einen Festakt im Konzerthaus im Rahmen des Uni-Jubiläums, zu dem Barroso, Oettinger und Schavan geladen waren. Solidarität statt Effizienz, zur Hölle mit der Exzellenz!

Die Proteste gegen das G8-Treffen vom 2. bis 8. Juni 2007 in Heiligendamm versuchte der Staat mittels Repression während des Gipfels zu unterbinden: Eingesetzt wurde eine Bullenarmada mit Wasserwerfern und Panzern, Lockspitzel und andere Zivibullen, Kessel und Gefangenensammelstellen. Der Kapitalismus als Ende der Geschichte? In der Geschichte ist nichts für immer!

Am 19. Mai 2007 wurde ein Kampf um Freiräume in Dijon geführt. Das Ergebnis: Der Espace Autogéré des Tanneries bleibt, aber es wurde der Squat « Le Tobbogan » geräumt. Doch unsere Genossinnen und Genossen in der schönen Bourgogne kämpfen weiter mit Freude und Zorn, mit Wut und Leidenschaft für eine befreite Gesellschaft.

Am 7. Mai 2007 wurde das besetzte Hotel Stein & Graben in Basel geräumt. Die BesetzerInnen überbrachten uns und den Leuten dieser Zeit den Vorschlag des Steinengrabens 51 als kleines Gegengift gegen das traurige Elend des Kapitalismus.

Beim schwarz-roten 1. Mai in Strasbourg & Freiburg gab es libertäre Demonstrationen in beiden Städten und eine Debatte im selbstverwalteten Kulturzentrum Molodoï. Seit 121 Jahren steht der Tag in der Tradition des Kampfes gegen Staat und Kapital und für eine Welt des Friedens und der Freiheit.

don’t hate the media — become the media,
Autonomes Medienkollektiv Freiburg


25. April 2008 - DruckversionURL - Top