Résistance sans frontières
Berichte Autonomer Medienkollektive
Emanzipatorische und unabhängige Medienarbeit ohne kommerzielle Interessen — Alternative zur massenmedialen Konsensfabrik

Am 17. April wurde der Protest gegen den Agrokonzern Syngenta in das Herz der Bestie getragen. Am Tag der Landlosen in Basel verabschiedeten sich 150 AktivistInnen von dem Landlosen Valdir Mota de Oliveira. Er war während eines Protests gegen den illegalen Anbau von genmanipulierten Mais durch Syngenta in Brasilien von einer Sicherheitsfirma erschossen worden.

Das Autonome Medienkollektiv Nahr al-Bared hat einen weiteren Bericht zur Lage im palästinensischen Flüchtlingslagers im Nordlibanon veröffentlicht. Diesmal standen die Hintergründe der Zerstörung von Nahr al-Bared, sowie die Kritik an der Berichterstattung der Mainstreammedien im Mittelpunkt. Ein Videoclip dokumentiert zusätzlich Spuren kollektiver Enteignung.

Da die Villa Rosenau in Basel räumungsbedroht ist, hat das Autonome Medienkollektiv Basel die aktuelle Situation, das politische Projekt und den Stand der Verhandlungen skizziert. Kampflos wird das letzte besetzte Haus in Basel sicher nicht aufgegeben werden.

Am 11. und 12. April fanden dezentralen Aktionstage für Freiräume statt. Gut 100 Linke organisierten ein Aktionswochenende für Freiräume in Freiburg mit einem unangemeldeten Straßenfest im Sedanquartier und einer Freiräume-Fahrradrallye am Samstag. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag entstanden in der KTS der Indyartikel und ein Videoclip des Autonomen Filmkollektivs Freiburg.

Am 08. April 2008 war Ernesto Ledesma von CAPISE in San Christóbal im Autonomen Zentrum KTS Freiburg zu Gast im Rahmen der Info-Tour zur Situation in Chiapas. Sein Aufenthalt wurde in einem Radio-Interview von RDL (1 2), einem Videoclip von Cine Rebelde und einem Bericht des Autonomen Medienkollektivs und in Zusammenarbeit mit dem CARACOL Freiburg dokumentiert.

Im März 2008 sind nach Jahren des Kampfes die Freiburger Strassenpunx auf den Eselswinkel gezogen. Ihr Weg wurde in einem Bericht des Autonomen Medienkollektivs Freiburg nachgezeichnet.

Das Autonome Medienkollektiv Brennpunkt Bern fasste die Proteste gegen das WEF in der Schweiz im Januar 2008 zusammen. In Bern versuchte die Stadt erfolglos eine Demonstration mit harter Repression zu verhindern, in anderen Städten eskalierte die Staatsgewalt.

Am 7. Januar 2008 hat die KTS den Vertrag mit der Stadt zur Nutzung der Räume in der Basler Straße 103 akzeptiert. Das Autonome Zentrum KTS Freiburg bleibt.

Zwischen Asyl und Abschiebung in Freiburg befand sich der kurdische Flüchtling Cengiz Kilic nach jahrelanger Illegalisierung Anfang Dezember. Die Behörden hatten Cengiz psychisch so sehr unter Druck gesetzt, dass er seinen Asylfolgeantrag zurückzog. Am 27. Dezember 2007 wurde Cengiz abgeschoben.

Bei einer Klima-Aktion in Freiburg wurde am 7. Dezember der Betrieb einer Tankstelle während des morgendlichen Berufsverkehrs blockiert. Der Anspruch der AktivistInnen war, einen Anfang zu machen im Kampf gegen den Klimawandel.

Gegen die konservative Bildungspolitik gab es am 19. November eine Studidemo gegen die CDU in Freiburg anlässlich des Landesparteitages in der neuen Messe. Die Bullen versuchten vergeblich die Demonstration zu spalten und die anschließende Fahrraddemo durch Verzögerungen zu verhindern.

Das autonome anarchistische Filmkollektiv a-films unterstützte BewohnerInnen der palästinensischen Flüchtlingscamps Nahr al-Bared im Nordlibanon in der Berichterstattung über Plünderungen und Brandschatzungen der Armee nach dem Krieg zwischen der libanesischen Armee und der Fatah al-Islam von Mai bis September 2007.

Am 12. Oktober gab es Aktionen gegen einen Schäuble-Vortrag in Freiburg. Die Uni wurde zum Podium für den Protest gegen den Überwachungs- und Präventionsstaat, den der Bundesinnenminister wie kein zweiter symbolisiert.

Das Autonome Medienkollektiv Brennpunkt Bern berichtete am 6. Oktober 2007 aus dem Tränengasnebel der Unterstadt über Immigration, schwarze Schafe und schweizer Wut: SVP scheitert mit „Marsch auf Bern“. Am 12. Dezember wurde Christoph Blocher als Bundesrat nicht wiedergewählt.

Über den Widerstand gegen den Lausitzer Braunkohletagebau berichtet das Autonome Medienkollektiv Berlin-Brandenburg. UmweltaktivistInnen besetzten seit dem 17. September 2007 Teile einer bedrohten Teichlandschaft in Lacoma, welche die Vattenfall AG ihrem Profit opfern will.

Anlässlich des Naziaufmarsches am 18. August 2007 veröffentlichte das Antifaschistische Recherchekollektiv BaWü einen Hintergrundartikel zu Nazistrukturen am Bodensee.
Beleuchtet wurden faschistische Strukturen in Südost Baden-Württember, in Vorarlberg und im Thurgau.

Am 4. August 2007 wurde das Antifa Festival in der Grossen Halle der Reitschule, Berns Autonomen Zentrum, mit einer Brandbombe angegriffen. Die Hintergründe des Nazianschlags in Bern wurden anlässlich einer antifaschistischen Demonstration am 11. August thematisiert.

Am 28. Juli 2007 gab es in der Freiburger Innenstadt eine „Reclaim the Streets“. Mit kreativen und friedlichen Aktionen wurde für einige Stunden ein Freiraum geschaffen. We want freedom, the right to self-expression, everybody’s right to beautiful, radiant things!

Am Jahrestag des „Freiburger Kessels“ wurde am 29. Juli 2007 ein Dossier zur Polizeirepression in Freiburg veröffentlicht. Eine Sichtweise auf die Propaganda der „Freunde und Helfer“ frei nach Severing: „Herr Präsident, ich meine, eine Ratte ist eine Ratte, und ein Lügner ist ein Lügner.“

Am 7. Juli 2007 setzten 8.000 Bullen einen Naziaufmarsch in Frankfurt am Main gegen antifaschistischen Widerstand durch. Nazis passt bloß auf, wir kriegen euch alle. Tod dem Faschismus!

Ebenfalls am 7. Juli 2007 gab es Protestaktionen in Freiburg
gegen einen Festakt im Konzerthaus im Rahmen des Uni-Jubiläums, zu dem Barroso, Oettinger und Schavan geladen waren. Solidarität statt Effizienz, zur Hölle mit der Exzellenz!

Die Proteste gegen das G8-Treffen vom 2. bis 8. Juni 2007 in Heiligendamm versuchte der Staat mittels Repression während des Gipfels zu unterbinden: Eingesetzt wurde eine Bullenarmada mit Wasserwerfern und Panzern, Lockspitzel und andere Zivibullen, Kessel und Gefangenensammelstellen. Der Kapitalismus als Ende der Geschichte? In der Geschichte ist nichts für immer!

Am 19. Mai 2007 wurde ein Kampf um Freiräume in Dijon geführt. Das Ergebnis: Der Espace Autogéré des Tanneries bleibt, aber es wurde der Squat « Le Tobbogan » geräumt.
Doch unsere Genossinnen und Genossen in der schönen Bourgogne kämpfen weiter mit Freude und Zorn, mit Wut und Leidenschaft für eine befreite Gesellschaft.

Am 7. Mai 2007 wurde das besetzte Hotel Stein & Graben in Basel geräumt.
Die BesetzerInnen überbrachten uns und den Leuten dieser Zeit den Vorschlag des Steinengrabens 51 als kleines Gegengift gegen das traurige Elend des Kapitalismus.

Beim schwarz-roten 1. Mai in Strasbourg & Freiburg
gab es libertäre Demonstrationen in beiden Städten und eine Debatte im selbstverwalteten Kulturzentrum Molodoï. Seit 121 Jahren steht der Tag in der Tradition des Kampfes gegen Staat und Kapital und für eine Welt des Friedens und der Freiheit.
don’t hate the media — become the media,
Autonomes Medienkollektiv Freiburg
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