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Proteste gegen das Stuttgarter Gelöbnis
Freitag, 30.07.2010
Lautstarke Proteste begleiteten das Bundeswehr-Gelöbnis in der St-Eberhardskirche und an den Stuttgarter Schlössern am 30. Juli. Auf linksunten.indymedia.org gibt es einen liveticker (en | fr | es) zum dortigen Geschehen. Etwa 1.000 Leute beteiligten sich laut DFG-VK an der größten Gegenkundgebung. DemonstrantInnen blockierten die Gelöbniskirche und errichteten Barrikaden auf Zufahrtswegen des Militärs. Bundeswehr-Fahrzeuge wurden angegriffen und Krähenfüße ausgelegt. Die Bullen gingen massiv gegen DemonstrantInnen vor und nahmen dutzende in Gewahrsam. Von der Aktionssambaband konfiszierten die Cops die Instrumente, die SpielerInnen wurden vorläufig festgenommen. Das Gelöbnis konnte dennoch lautstark gestört werden…
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Selten so hässliche Plakate gesehen
Donnerstag, 29.07.2010
Wolfgang Grunwald wurde vom Landgericht Freiburg wegen Volksverhetzung in zweiter Instanz schuldig gesprochen. Grunwald wurde aufgrund antifaschistischer Recherchen, Fotos und Aktionen zu 180 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt. Das Amtsgericht Staufen hatte ihn am 30. Juli 2009 in erster Instanz noch freigesprochen. Vertreten wurde Grunwald durch die Rechtsanwältin Nicole Schneiders aus der Kanzlei des Rastatter Nazianwalts Klaus Harsch. Zu Wolfgang Grunwalds Fans zählt auch der verhinderte Bombenleger Thomas Baumann, der sich in einer privaten Nachricht auf thiazi.net bei Grunwald einschleimte: „Die Plakate gefallen mir sehr gut. Ich werde mir mal alle ansehen.“ Der Gebauchpinselte bedankte sich und empfahl: „H! Thomas! […] Was die Plakate angeht, ist gerade unter Schulungsgesichtspunkten das eine Idee, diese zu nutzen.“
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„Frankentag“ konspirativ
Mittwoch, 28.07.2010
Am 31. Juli soll der dritte „Frankentag“ stattfinden, den Ort versuchten die Naziorganisatoren des „Freien Netz Süd“ geheimzuhalten. Das Rechtsrockspektakel soll jedoch wie schon letztes Jahr auf einer Wiese bei Obertrubach-Geschwand im bayerischen Landkreis Forchheim stattfinden.
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Gelernte Hetzerin
Dienstag, 27.07.2010
Die Möchtegern-Mutterkreuzlerin Eva Herrmann hat sich mit ihrem Kommentar zu den 19 Toten auf der Love Parade in Duisburg wieder einmal als christliche Fundamentalistin profiliert: „Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!“
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Gelöbnis-Kirche besetzt
Sonntag, 25.07.2010
In Stuttgart wurde am 25. Juli die St. Eberhard-Kirche auf der Königstraße in der Stuttgarter Innenstadt besetzt, wo am 30. Juli der Gottesdienst vor dem Bundeswehr-Gelöbnis stattfinden soll. Indymedia linksunten wird die Proteste mit einem Gelöbnix-Ticker unterstützen. Auf Anweisung von Dompfarrer und Stadtdekan Prälat Michael H.F. Brock wurden die BesetzerInnen nach einer Stunde von den Bullen geräumt. Nieder mit Kirche und Militär!
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Provinzielle Regenten und Schikaneure
Sonnabend, 24.07.2010
Mit der so genannten Lex Caipi will die Freiburger Stadtverwaltung ein Verbot von alkoholischen Cocktails bei öffentlichen Festlichkeiten durchsetzen. Ob Kirchbach, Neideck, Salomon — nieder mit der Prohibition!
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Stille Besetzung geräumt
Sonnabend, 24.07.2010
Am Morgen des 24. Juli wurde das still besetzte Haus in der Goethstraße 43 in der Wiehre von den Bullen geräumt.
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Tout le pouvoir aux communes !
Freitag, 23.07.2010
Auf Indymedia linksunten wurde das Buch « L’insurrection qui vient » des « comité invisible » unter dem Namen „Der kommende Aufstand“ (PDF) veröffentlicht: „Ein Aufstand, wir können uns nicht mal mehr vorstellen, wo er beginnt. Sechzig Jahre der Befriedung, ausgesetzter historischer Umwälzungen, sechzig Jahre demokratischer Anästhesie und Verwaltung der Ereignisse haben in uns eine gewisse abrupte Wahrnehmung des Realen geschwächt, den parteilichen Sinn für den laufenden Krieg. Es ist diese Wahrnehmung, die wir wiedererlangen müssen, um zu beginnen.“
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Neuer PGP-Key
Donnerstag, 22.07.2010
Wir haben routinemäßig unseren PGP-Key gewechselt. Bitte benutzt den neuen Key, wenn ihr zu uns Kontakt aufnehmen wollt:
freiburg at autonome-antifa dot org
OpenPGP: 0xBEECC849
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yours, daten-antifa
Mittwoch, 21.07.2010
Der Betreiber der Seite anti-antifa-ludwigsburg wurde auf linksunten identifiziert:
Florian Entenmann, Amselweg 2, 74395 Mundelsheim
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Wieder Repression in Wien
Dienstag, 20.07.2010
In Wien gab es wieder Repression im Zuge der Ermittlungen wegen angezündeter Mülltonen beim Arbeitsamt AMS in der Reederergasse am 27. Juni. Eine Linke wurde verhaftet und eine Wohnung durchsucht. Damit befinden sich vier Personen in Haft.
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Vom Kampf gegen den „Abschaum“
Sonntag, 18.07.2010
Wegen versuchten Mordes wurden am 4. Juli in Pontoise nordwestlich von Paris die „Fünf von Villiers-le-Bel“ Abderhamane und Adama Kamara, Ibrahima Sow, Maka Kanté und Samuel Lambalamba zu 3 bis 15 Jahren Knast verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen am Rande der Unruhen von November 2007 auf Bullen geschossen zu haben. Die Hauptbelastungsindizien im Prozess waren „anonyme Hinweise aus der Bevölkerung“. Die Aufstände vom Herbst 2007 waren durch den Bullenmord an den Jugendlichen Moushin und Larami ausgelöst worden. Nun geht die Propaganda gegen den „Abschaum aus den Vorstädten“ weiter… Pas de justice à Pontoise, pas de paix dans les quartiers!
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Grenoble en flammes
Sonnabend, 17.07.2010
Karim Boudouda wurde in der Nacht auf 16. Juli von Bullen in Grenoble „auf der Flucht erschossen“. Erst die Riots der BewohnerInnen der Banlieue in der nächsten Nacht haben den Mord an dem 27-jährigen in die Öffentlichkeit gerückt. Sowohl die Protestierenden als auch die Bullen setzten Schusswaffen ein. Kein Mord ohne Vergeltung!
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Razzien in Berliner Buchläden
Donnerstag, 15.07.2010
In Berlin gab es am 13. Juli wie bereits im April mehrere Durchsuchungen. Die Razzien richteten sich gegen mehrere linke Läden in Kreuzberg und Prenzlauer Berg. Insgesamt wurden 134 Exemplare der Interim sowie Computer beschlagnahmt. Betroffen waren der Red Stuff in der Waldemarstraße, das M99 in der Manteuffelstraße, die beiden Schwarze Risse-Buchläden im Mehringhof in Kreuzberg und in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg sowie das oh*21 in der Oranienstraße.
Presse:
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Bundeswehr an PH Freiburg
Mittwoch, 14.07.2010
Am Freitag, den 16. Juli, möchte ein Oberstleutnant der Bundeswehr im Rahmen eines Seminars zur Kooperation von Schule und Betrieb an der PH Freiburg referieren. Dabei sollte doch spätestens seit Hannover bekannt sein, dass uns Orte, an denen zivil-militärische Zusammenarbeit vorbereitet wird, brennend interessieren. Das Seminar soll am Freitag von 12 Uhr - 14 Uhr im KA 101 der PH stattfinden.
Kein Raum der Bundeswehr am 16. Juli in Freiburg und am 30. Juli in Stuttgart!
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Grenzen stoppen Flucht…
Mittwoch, 14.07.2010
Am 13. Juli machte Aktion Bleiberecht wieder auf die monatliche Deportation von Flüchtlingen aufmerksam. Um die Mittagszeit färbte sich das Wasser der Freiburger „Bächle“ rot und es wurde vom Münsterturm aus gegen die rassistische Abschiebestruktur geflyert. Diese Aktion schließt an eine Reihe weiterer Aktionen an, die seit Dezember 2009 zur Verteidigung der Flüchtlinge gelaufen sind:
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…vor dem Leid, das sie erzeugen!
No Border, No Nation, Stop Deportation
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Der NPD-Chef von nebenan
Communiqué vom 25.06.2009
Im Frühjahr 2009 gab es in Freiburg mehrere Naziangriffe. Weitere Angriffe auf linke Projekte konnten bereits im Vorfeld verhindert werden. Am 20.05.2009 gab es am Rande der Demonstration gegen die Räumung des besetzten Hauses in der Kirchstraße 16 einen Messerangriff auf Linke. Am 22.05.2009 warfen unter der Kronenbrücke feiernde Nazis Flaschen auf Antifas. Zwar stellen die Naziaktivitäten einen Höhepunkt der letzten Jahren dar, doch es gab in Freiburg schon brutaleren Straßenterror durch Nazis. So häuften sich beispielsweise 1988 faschistische Überfälle auf linke Projekte und Flüchtlingswohnheime. Damals wie heute gab es Überschneidungen zwischen den Schlägernazis und organisierten NPD-Strukturen, doch nach wie vor ist Freiburg kein gutes Pflaster für die NPD. So hieß es am 28.08.1988 auf dem Bezirksparteitag des NPD-Bezirksverbands Südbaden in Wittnau: „Vor der Landtagswahl haben wir 200 Unterschriften für alle 70 Wahlkreise sammeln müssen. Dabei war nur Freiburg ein Problem, aber auch dort ist ein Direktkandidat möglich gewesen.“
Die Geschichte der NPD in Freiburg ist geprägt von Niederlagen. Schon am 01.05.1979 versuchte der ein Jahr zuvor zum Landesvorsitzenden der NPD gewählte Polizeimeister Jürgen Schützinger zusammen mit 25 Nazis am Wiehrebahnhof eine Kundgebung abzuhalten, was jedoch an technischen Problem mit der Lautsprecheranlage und 400 GegendemonstrantInnen scheiterte. Den Bundesparteitag 1986 wollte die NPD in der Freiburger Stadthalle veranstalten, doch der Nazipartei wurde von den Behörden mitgeteilt, dass sie unerwünscht und die Halle ausgebucht sei. Den nächsten Versuch eine Großveranstaltung in Freiburg zu organisieren unternahm die NPD mit einer Demonstration am 14.09.2002. Damals wollten 108 Nazis durch die Innenstadt marschieren, was von 13.000 GegendemonstrantInnen verhindert wurde. Bei der Landtagswahl 2006 schaffte es die NPD in Freiburg nicht einmal die für eine Kandidatur notwendigen 150 Unterstützungsunterschriften zu sammeln.
In der Freiburger Öffentlichkeit tauchte die örtliche NPD zuletzt mit einer Vortragsveranstaltung am 18.03.2007 mit Jürgen Schwab in der Gastwirtschaft „Türmle“ in Zähringen auf. Daraufhin wurden große und kleine NPD-Nazis in Freiburg und Umgebung geoutet. Nur der Organisator der Naziveranstaltungen und NPD-Regionalvorsitzende Freiburg-Südlicher Oberrhein war bisher nicht im Fokus antifaschistischer Veröffentlichungen, lediglich seine Identität wurde zu Recherchezwecken eingesetzt: John Bürgel.
John Marlon Bürgel, Jahrgang 1970, wohnt zusammen mit seiner Frau Bettina und seiner Tochter im Kindergartenalter im 1. Stock im Hinterhaus in der Sandstraße 6 in 79104 Freiburg-Herdern. Telefonisch ist er unter 0761/56286, per E-Mail unter zurhochburg@hotmail.com erreichbar. Bürgel arbeitet im Schichtbetrieb bei der Losan Pharma GmbH, Otto-Hahn-Straße 13, 79395 Neuenburg. Von seinem Gehalt von rund 2.200 Euro zahlt er 775,20 Euro Miete, 20 Euro Monatsbeitrag für die NPD und die Raten für seinen mit einem Beitragssatz von 30% teilkaskoversicherten dunkelblauen VW Golf V mit 105 PS und dem Kennzeichen FR-XT 900. Er trainiert im Fitness First Lifestyle Club, Auf der Zinnen 1, 79098 Freiburg und wünscht sich zu seinem Geburtstag am 9. Februar Fotobände à la „Female Erotic Photography“ und „Vulis’ Crazy Sexy Pictures Mix“, denn „die Mädels von Riga sind die schönsten der Welt“.
Bettina Bürgel arbeitet Dienstags, Donnerstags und manchmal Samstags bei der Metzgerei Blatter & Winterhalter, Bertoldstraße 27, 79098 Freiburg und trägt mit ihrem Gehalt von knapp 600 Euro zum Unterhalt der Familie bei. Auch seine „liebe Bett“ war mit ihrer Tochter im Kinderwagen bei der NPD-Veranstaltung in Zähringen anwesend. Die Bürgels versuchen ihr nationalsozialistisches Gedankengut und die Nazidevotionalien in ihrer Wohnung vor ihrer Nachbarschaft zu verbergen. Ihre Nazibibliothek vervollständigen sie beim „Buchdienst Kaden für Militär und Geschichte“, die faschistischen Diskurse verfolgen sie über ihr „Nation und Europa“-Abonnement und ihre nationalsozialistische Weltanschauung festigen sie über die „Huttenbriefe für Volkstum, Kultur, Wahrheit und Recht“, dem „Organ im nationalen Befreiungsringen der Deutschen mit der Zielrichtung einer Neu-Ordnung des politischen und kulturellen Lebens der Nation“.
John Bürgel übernahm den NPD Kreisvorsitz nach der misslungenen NPD-Demonstration 2002. Er sprach am 09.08.2003 als Gastreferent beim Parteitag der „Partei National Orientierter Schweizer“ (PNOS) in Walkringen (BE) und „hielt im Anschluss eine Rede zur Weltlage und über die fruchtbare Zusammenarbeit der Nationale Kräfte in ganz Europa“. Seither pflegt er einen regen Mailkontakt mit der PNOS und anderen Nazis. Er unterstützt Nazis in Freiburg und dem Freiburger Umland, organisiert Naziveranstaltungen und ist die letzte Nachhut des organisierten Nationalsozialismus in Freiburg. Nun ist es Zeit für einen Umzug.
Autonome Antifa Freiburg
Am 9. Juli hat die NPD den Kreisverband Freiburg-Südlicher Oberrhein als Reaktion auf das Communiqué aufgelöst.
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