Autonome Antifa Freiburg
Bildungsprotest in Budapest und Wien
Dienstag, 09.03.2010

In Budapest und Wien finden anläßlich des Gipfels der europäischen Bildungsministerien am 11. und 12. März Bildungsaktionstage statt. Auf dem Event in der Wiener Hofburg soll die zehnjährige Einführung des Bolognaprozesses abgefeiert werden. Gegen die Privatisierung der Bildungschancen!
Angst vor der Wahrheit?
Dienstag, 09.03.2010

Für den 13. März ruft der AK Polizeigewalt Karlsruhe zu einer Demonstration „gegen Polizeigewalt und staatliche Repression“ auf. Die Behörden schikanierten beteiligte Initiativen schon im Vorfeld. Sie untersagten eine für den 9. Februar geplante Veranstaltung zu Bullengewalt im Fußball, woraufhin es im Wildparkstadion Transpi-Aktionen gab. Die Demo beginnt um 15 Uhr auf dem Kronenplatz in Karlsruhe.
Broschüre | Aufruf
Urteile in Genua
Dienstag, 09.03.2010

Alle 44 wegen brutaler Gewalt an DemonstrantInnen beim G8-Gipfel 2001 in Genua angeklagten Vollzugsbeamten, Gefängnisärzte und Bullen wurden am 5. März verurteilt. Die Freisprüche aus erster Instanz wurden vom Berufungsgericht aufgehoben, die Angeklagten wegen Autoritätsmissbrauch, Nötigung und systematischen Misshandlungen im Bolzaneto-Knast, die jetzt sogar von der Staatsanwaltschaft als Folter bezeichnet wurden, schuldig gesprochen. Sieben der Angeklagten müssen zwölf Monate bis drei Jahre in den Knast, die Straftaten der anderen sind mittlerweile verjährt. Alle wurden außerdem zur Zahlung von Entschädigungen verurteilt. Parallel dazu läuft der Berufungsprozess zum Überfall der Bullen auf die Diaz-Schule weiter.
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Der Staatsschutz lügt
Montag, 08.03.2010

Die KTS Freiburg hat ein Communiqué veröffentlicht, in dem der illegale Besitz eines Schlüssels für das KTS-Gebäude durch die Freiburger Polizei und die Lügen des Staatsschutzes aufgedeckt werden.
Kein Angriff ohne Vergeltung
Sonntag, 07.03.2010

Die Oldenburger Wohnung des für die Outing-Flugblätter in Freiburg mitverantwortlichen Markus Walter wurde am 5. März von den Bullen durchsucht und seine Computer beschlagnahmt.
Sauvage in Freiburg
Sonntag, 07.03.2010

In der Nacht auf den 7. März haben rund 150 Menschen das Haus in der Günterstalstraße 30 für eine Party besetzt. Bereits im Dezember 2008 und im Mai 2009 gab es Aktionen, um auf den Leerstand dieses und 900 weiterer Wohnungen in Freiburg aufmerksam zu machen und gegen Gentrification zu protestieren. Die Besetzung stellt den Auftakt einer Freiraumkampagne im Freiburger Frühling 2010 dar.
Naziangriff in Wetzlar
Sonnabend, 06.03.2010

Im hessischen Wetzlar wurde das Haus eines Antifaschisten in der Nacht auf den 5. März von Nazis mit einem Brandsatz angegriffen. Gegen 1:10 Uhr wurde ein Molotow-Cocktail aus einem fahrenden Auto auf die Eingangstür des Wohnhauses geworfen.
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Solidarität mit Laurynas
Freitag, 05.03.2010

Weil er während der letztjährigen Squatterdemo „United We Stay“ einen Polizisten und ein Polizeiauto angegriffen haben soll, wurde Laurynas Mogila zu 15 Monaten Knast verurteilt. Nachdem es ihm gelungen war, seine gewaltsame Festnahme zwei Wochen nach der Demo und die schikanösen Umstände seiner Inhaftierung an die Öffentlichkeit zu bringen, folgt nun die nächste Maßnahme seitens der Justiz: Laurynas wird von Moabit nach Charlottenburg verlegt.
Schreibt Laurynas unter: Laurynas Mogila, c/o JVA Charlottenburg, Friedrich-Olbricht-Damm 17, 13627 Berlin
Neuer Naziladen in Rostock
Donnerstag, 04.03.2010

Nachdem in den vergangenen Jahren der Rostocker Naziladen „Dickkoepp“ ehemals „East Coast Corner“ mehrere Male angegriffen wurde und sogar ausbrannte, öffnete vor zwei Wochen im Stadtteil Dierkow ein neuer Naziladen namens „Haugesund“. Rostock bleibt kein gutes Pflaster für Naziläden.
Holland wählt den Faschismus
Mittwoch, 03.03.2010

Der Faschist Geert Wilders hat einen Sieg bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden errungen. Seine Partei für die Freiheit (PVV) hat sich als drittstärkste politischen Kraft etabliert. In Den Haag und Almere erhielt die PVV rund 20 Prozent der Stimmen.
Jugendzentrum sagt Nazikonzert ab
Dienstag, 02.03.2010

In Biel im Schweizer Kanton Bern konnte ein Nazikonzert verhindert werden. Das Schweizer Black Metal Label „Bergstolz“ plante für den 27. Februar ein Konzert mit der französischen Black Metal-Band „Ad Hominem“, das in einem Jugendzentrum in Biel stattfinden sollte. Die Veranstaltung wurde konspirativ beworben, was allerdings nicht viel genutzt hat.
Hetzer auf freiem Fuß
Montag, 01.03.2010

Der notorische Holocaust-Leugner Ernst Zündel ist am 1. März aus dem Mannheimer Knast entlassen worden. Er war zu fünf Jahren Knast wegen Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener verurteilt worden, was später vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde.
Anti-Antifa-Flugblätter in Freiburg
Sonntag, 28.02.2010

In Freiburg wurden in der Nacht auf den 28. Februar Anti-Antifa-Flugblätter verteilt. Darin werden zwei Menschen geoutet, die „der Antifa“ zugerechnet werden.
Antifazeitschrift eingestellt
Sonntag, 28.02.2010

Die österreichiche Zeitschrift „Antifa-Info“ wird eingestellt. Sie erschien von 1983 bis Anfang 2010 und brachte es dabei, Sondernummern nicht eingerechnet, auf 150 Ausgaben.

Nous prévoyons une attaque frontale
Sonntag, 28.02.2010

Vom 20. bis 28. März 2010 planen autonome HausbesetzerInnen im Vorfeld der Frühjahrs-Räumungen eine Intersquat-Aktionswoche im ostfranzösischen Grenoble. Contre les expulsions et la propriété privée — réapproprions-nous la ville!
Capitale des bris de vitre
Sonntag, 28.02.2010

In der Nacht auf den 23. Februar entglasten Unbekannte eine Geschäftsstelle der Bahngesellschaft SNCF, eine Niederlassung von Carlson-Wagonlit, sowie eine Rote-Kreuz Geschäftsstelle und das dazugehörige Fahrzeug in der Pariser Innenstadt. Die symbolischen Angriffe richten sich gegen wichtige Akteure der französischen und europäischen „Abschiebemaschinerie“. Feu aux CRA!
Capitale — 2007: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 | 2008: 1 2 3 4 5 6 7 8 | 2009: 1 2 3 5 6 7 8 9 10 11 | 2010: 1 2
Nazikonzert in Pößneck verboten
Sonnabend, 27.02.2010

Auch wenn das „Schützenhaus“ im thüringischen Pößneck in Nazihand bleibt, können die Nazis dort keine Konzerte veranstalten. Wegen Brandschutzmängeln hatte Ordnungsbehörde des Saale-Orla-Kreises ein Konzert am 27. Februar verboten. Die Nazis kamen mit ihrer Klage gegen das Verbot vor dem Verwaltungsgericht in Gera durch, doch das Oberverwaltungsgericht in Weimar hob das erstinstanzliche Urteil auf.
Wieder Naziaufmarsch in Budapest
Freitag, 26.02.2010

Am 6. März wollen Nazis aus ganz Europa durch die ungarische Hauptstadt Budapest marschieren. Am Abend soll es Konzerte unter anderem der Nazibands „Die Lunikoff Verschwörung“, „Stahlgewitter“ und „Rotte Charlotte“ geben. In Ungarn ist die Nazibewegung sehr stark, immer wieder kommt es zu Pogromen gegen Roma und andere Minderheiten.
Bisher: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Die Goldstadt und ihre Nazis
Donnerstag, 25.02.2010

Nach einer erfolgreichen Demo am 20. Februar mit mehreren hundert TeilnehmerInnen gegen das Nazi-Gedenken in Pforzheim fand am 23. Februar die jährliche Nazi-Fackelmahnwache auf dem Wartberg statt. Zwei Linke wurden im Vorfeld der Nazi-Gedenkveranstaltung des „Freundeskreis ein Herz für Deutschland e.V.“ vorübergehend festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, die Störung der Naziveranstaltung mit einer Stinkbombe geplant zu haben.
Bisher: 2005 2006 2007 2008 2009
Presse: 1 2 3
Braune Immobilien
Donnerstag, 25.02.2010

Einige von Riegers Immobilien bleiben trotz anderslautender Spekulationen (1 2 3) in Nazihand. Zumindest das „Schützenhaus“ im thüringischen Pößneck und der „Heisenhof“ im niedersächsischen Dörverden gehen in den Besitz der NPD-nahen „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V.“ über. Zudem haben das NPD-Vorstandsmitglied Thomas „Steiner“ Wulff und Axel Schunk aus Stockstadt am Main für rund 80.000 Euro das riesige, heruntergekommene Schloss Trebnitz bei Könnern in Sachsen-Anhalt ersteigert.
Get out of control
Mittwoch, 24.02.2010

Das im Laufe des Jahres 2009 entstandene „out of control“-Netzwerk hat einen Bericht zu den Zielsetzungen und der bisherigen Arbeit des internationalen Zusammenschlusses autonomer AktivistInnen veröffentlicht. Der „The Freiburg Programme“ getaufte Text ruft zu mehr grenzüberschreitender Vernetzung sozialer Kämpfe auf mit dem Ziel, dem rassistischen und sicherheitsfanatischen Stockholm-Programm der EU-Staaten kritisch und offensiv entgegenzutreten.
We want dissent behaviour towards european police!
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Kein Vorstand, kein Verein, keine Verträge…

Communiqué vom 20.02.2010

Drei linksradikale Wohn- und Kulturprojekte in Freiburg sind zur Zeit von Repression betroffen. Die legalen Strukturen des Autonomen Zentrums KTS und der Wagenburg der Schattenparker sind bedroht und der seit Sommer 2009 von Kommando Rhino besetzte Wagenplatz auf dem M1-Gelände im Vauban steht vor der Räumung. Diese Projekte sind für uns Orte, wo der alltägliche Konsumzwang einem solidarischen Miteinander weicht, der Kampf gegen alte und neue Nazis organisiert werden kann und an denen wir uns der staatlichen Kontrolle entziehen.

Das Autonome Zentrum KTS Freiburg ging aus den Hausbesetzungen auf dem Vauban-Gelände in den 1990er Jahren hervor. Für die Räumlichkeiten an der Basler Straße 103 konnte Anfang 2008 ein unbefristeter Vertrag ausgehandelt werden. Nach einer KTS-Demonstration von 2.500 Linken für Versammlungsfreiheit am 13. Dezember 2008 begann die örtliche Polizei jedoch mit der Sabotage der bisherigen Vereinslösung. Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ergingen sowohl gegen den Ansprechpartner auf der Demo als auch gegen die Vorstände des KTS-Fördervereins, der gegenüber der Stadt als Mietvertragspartner fungierte. Zwar stellten die Behörden aufgrund des politischen Drucks die Verfahren ein, doch die Kriminalisierung macht es unmöglich, neue Vereinsvorstände zu finden.

Auch das aus den Wagenburgen auf dem Vauban-Gelände der 1990er Jahre hervorgegangen Wagenprojekt der Schattenparker ist wie die KTS von Repression betroffen. Die drei Vorstände des Schattenparker-Fördervereins erhielten Strafbefehle wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Sie sollen stellvertretend für alle büßen, die sich an der unangemeldeten Demonstration am 06.06.2009 gegen einen Urteil über 24.000 Euro wegen der Beschlagnahme und Unterbringungen von 25 Wägen beteiligten. Am 31.08.2011 läuft der Fünfjahresvertrag für die beiden Übergangsplätze der Schattenparker am Flugplatz im Industrie-Gebiet Nord aus. Im Gegensatz zu den Verfahren gegen die Vorstände des KTS-Fördervereins wird den Vereinsvorständen der Schattenparker der Prozess gemacht. Die Behörden verweigern sich eines konstruktiven Dialogs mit den BewohnerInnen Freiburgs größter selbstverwalteter Wagenburg und torpedieren eine langfristige Lösung auf Vereinsbasis.

Im Mai 2009 wurde das M1-Gelände im Quartier Vauban von Kommando Rhino besetzt, um den Bau des „Green-Business-Centers“ zu verhindern und eine aktive Beteiligung der BewohnerInnen zu ermöglichen. Nach dem Scheitern des Grundstückverkaufs an den ehemaligen Besitzer des 2007 geräumten Hausprojekts Rhino in Genf verkaufte die Stadtverwaltung das M1-Gelände an die Freiburger Stadtbau (FSB). Im Mai soll auf dem M1-Gelände als deutscher Beitrag für die Expo 2010 in Shanghai ein Ausstellungspavillon entstehen. Bereits drei Gespräche mit der Stadtverwaltung um die Zukunft der Wagenburg platzten, eine Räumung kann jederzeit erfolgen.

Immer wieder wird mit Aktionen und Demonstrationen auf die prekäre Situation der Freiburger Freiräume aufmerksam gemacht. Am 10.03.2010 beginnt um 11 Uhr vor dem Amtsgericht am Holzmarkt der Prozess gegen die Vorstände des Schattenparkervereins. Ab 10:30 Uhr wird zu einer Kundgebung gegen Repression vor dem Gericht aufgerufen.

Wir bleiben alle!

Autonome Antifa Freiburg


20. Februar 2010 - DruckversionURL - Top

„wer weiß eignetlich noch das du nationallist bist?“

Communiqué vom 11.02.2010

Christian Siebold ist in der „Kameradschaft Sturm Hochrhein“ politisch organisiert, die von seinem Freund Stefan Zimmermann geleitet wird. Siebold ist Mitglied der NPD, wie der verhinderte JN-Bombenleger Thomas Baumann in der südbadischen Naziszene verankert und an Sprengstoff interessiert. Siebold wird vom Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche im Umgang mit Chemikalien ausgebildet. Kurz nach Baumanns Enttarnung schrieb Siebold im SchülerVZ: „naja manch einer behauptet ich hätte momentan falschen umgang… seh das aber nicht so“. Christian Siebold führt ein klassisches Doppelleben: im Alltag angepasst und unauffällig, unter „Kameraden“ bösartig und hetzerisch.

Christian Siebold wohnt bei seiner Mutter im Peter-Baur-Weg 7 in 79713 Bad Säckingen, die Festnetznummer ist 07761/919499, seine Handynummer 0160/95122754. Christian Siebold wurde am 30.09.1991 geboren. Er hat kürzlich seinen Bootsführerschein gemacht, die KFZ-Führerscheinprüfung bestanden und fährt einen Ford Fiesta, Baujahr 1999. Siebold nutzt die Mailadressen chris.siebold@yahoo.de, christian.siebold@roche.com und budofighter@hotmail.de. Seine ICQ-Nummer ist 376607003, bei Skype und YouTube nennt er sich „budofighter88“, sein last.fm-Name ist „budofighter“ und sein Account bei eBay heißt „budofighter123“. Auch im SchülerVZ, bei Facebook, bei wer-kennt-wen und bei Amazon ist er mit seiner Mailadresse registriert. In den Naziforen „thiazi.net“ und „vae-victis.org“ ist Siebold ebenfalls als „budofighter“ angemeldet. Als Desktop-Hintergrund für seinen PC hat Siebold die „Schwarze Sonne“ gewählt, die zwölf „Siegrunen“ der SS.

Siebold ist Mitglied der Flößergilde Wallbach, der Freiwilligen Feuerwehr Bad Säckingen und des Bushidoclubs Hochrhein. In allen drei Vereinen betreut Siebold die Webauftritte. Laut Badischer Zeitung vom 14.01.2010 wurde Siebold nach Beendigung der Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr in die „aktive Wehr“ übernommen. Er organisiert Kampfkunst-Auftritte bei Dorffesten und bringt als Nachwuchstrainer Kindergruppen Hapkido und Taekwondo bei. Siebold selbst wird in seinem Verein in Hapkido, Taekwondo und Kickboxen unterrichtet. Zusätzlich bildet ihn Rainer Walter in Straßenkampf mit und ohne Waffen aus. Siebold organisierte für „Rainer, der wo das SKT Training macht“, und seine Kampfkunstlehrerin das Hochzeitsspalier vor dem Standesamt in Lahr. Da Walter laut Badischer Zeitung vom 11.09.2009 Ausbilder der baden-württembergischen Polizei ist, waren auch die Kollegen von der Bereitschaftspolizei zugegen.

Christian Siebold machte 2008 seinen Abschluss an der Werner Kirchhofer Realschule in Bad Säckingen. Anschließend begann er eine Lehre zum Laborant EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis), Fachrichtung Chemie, am Hauptsitz des Chemiekonzerns Hoffmann-La Roche AG in Basel, Abteilung PSHTAC CH, Gebäude 92 / 3.36A, Raum 4070 und seine Suva-Versicherungsnummer ist 4.91948.09.4/46. Er besucht zur Zeit die Allgemeine Gewerbeschule Basel, von wo aus er im „vae-victis“-Forum am 11.02.2010 schrieb: „bin grad in der schule :) // und besuche böse böse nazi seiten :D:D:D:D // sooo ich bin mal wieder was "lernen" // sieg heil!“. Auf seiner SchülerVZ-Seite schreibt Siebold: „Ich mache eine Ausbildung als Chemielaborant!! Was ich da mache: na was wohl…. sachen in die luft jagen!!!“

Seine vorherige SchülerVZ-Seite wurde wegen rassistischer Äußerungen gelöscht. In den persönlichen Nachrichten hetzt er allerdings noch immer: „die linken und die spd sind schwachsinig. reine judenparteien.“ Siebold schrieb der stellvertretenden Vorsitzenden der Basler Sektion der Schweizer Nazipartei PNOS Jasmine Eminger: „Ich weis nicht wie ihr das seht. Ich habe jedoch nichts gegen Schweizer. Im Gegenteil! Ich finde man muss zuerst einmal diese Kommunistischen Schweine und die Südländischen Parasiten bekämpfen. Und dazu sollte Deutschland und die Schweiz an einem Strang ziehen und sich wehren.“ Dem Vorsitzenden der PNOS Basel, Philippe Eglin, wurde von Novartis, einem anderen Basler Pharmakonzern, im November 2009 wegen seiner Naziaktivitäten gekündigt.

Siebold mag „Rock Against Communism“ und hört als faschistischer Metal-Fan „National Socialist Black Metal“. Jedes Jahr besucht er das „Baden in Blut“-Festival in Lörrach. Er ist Mitglied beim Nazimusiktauschforum „vae-victis.org“ und begrüßt andere Nazis gerne „mit einem donnernden Sieg Heil hier im Forum“. In seinem Vorstellungsposting mit dem Titel „sieg Heil“ schreibt Siebold am 22.11.2009: „heil euch kameraden // Ich bin 18 Jahre alt und komme aus dem schönen Südbaden.“ Am 29.11.2009 berichtet Siebold über geplante Propagandaaktivitäten: „heil euch // einige Kameraden und ich wollen mal wieder eine schön große Aufkleber-Aktion machen. Dafür brauchen wir so ca 5000 Aufkleber.“

Alle Postings von Christian Siebold enden mit den Worten: „Ein Heil unsrer Kampfflagge // Schwarz Weiß und Rot“. In einem Liedtext-Ratespiel zitiert er eine Textzeile aus dem Lied „Ab in den Ofen“ von der brandenburgischen „Blood and Honour“-Band „Macht und Ehre“: „Au weia, was ist das, ist das ein Jude? // Kommt lasst uns anzünden, seine Synagogenbude.“ Auch präsentiert er eine ihn treffend charakterisierende Zeile aus dem Lied „Rebellion“ der nordrhein-westfälischen Naziband „Sleipnir“: „Sie tragen keine Bomberjacken, // sind trotz allem national. // Gehn zum Fußball oder baden, // ihre Köpfe sind nicht kahl. // Man kann nur schwer erkennen, // wer sie sind und was sie wollen. // Doch wenn es um Deutschland geht, // dann hört man sie von Weitem grollen.“

Auch wenn die Nazis schwer zu erkennen sind: wir kriegen sie alle.

Autonome Antifa Freiburg


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