Autonome Antifa Freiburg
 
 
 
 
Verbotene Kameraden
Mittwoch, 16.05.2012

Am 10. Mai, dem Tag vor der Entlassung des Kölner Nazis Axel Reitz aus der U-Haft, wurde seine Kameradschaft „Walter Spangenberg“ wegen NS-Glorifizierung und Eintreten für ein „Viertes Reich“ vom nordhrein-westfälischen Innenministerium verboten. Im Zuge des Verbots der Kameradschaft wurden 14 Naziwohnungen und -haftzellen durchsucht. Reitz war als einer von 24 Nazis des „Aktionsbüro Mittelrhein“ verhaftet worden, weitere Nazis sitzen noch in Untersuchungshaft.

Abschiebestopp jetzt!
Dienstag, 15.05.2012

Wie aus einem Bericht von Radio Dreyeckland hervorgeht, sollen zeitnah rund 20 Familien aus Freiburg abgeschoben werden. Bereits in den vergangenen Wochen gab es mehrere Abschiebungen und sogenannte „freiwillige Ausreisen“. Aus Sicht der Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Landtags Beate Böhlen (Bündnis’90) herrscht ein „de facto Abschiebestopp“. Im Interview zeigt sie sich überrascht über den von ihrer Delegation empfohlenen Staatsrassismus und verspricht einen Abschiebestopp, vorausgesetzt es gibt Petitionen der Betroffenen. Im Internet kursiert eine Petition für einen Abschiebestopp aus Freiburg.
Mit allen Mitteln gegen das Grenzregime!

Römerbergfrühschoppen verhindert
Montag, 14.05.2012

Der Straßburger KDStV Badenia zu Frankfurt am Main hat den Römerbergfrühschoppen am 17. Mai aus Angst vor den Blockupy-Protesten abgesagt. Gute Entscheidung, aber alles andere wäre ja auch 切腹 gewesen.

Legal, illegal, scheiß egal!
Sonntag, 13.05.2012

Bereits im Februar 2008 hat das BVerfG sowohl für den Einsatz, als auch für die Funktionen eines Staatstrojaners enge Grenzen gesetzt. Als im Oktober 2011 ein von Land Bayern eingesetzter Staatstrojaner obduziert wurde, war es erstaunlich wie schnell Politiker, Bullen und Geheimdienstler versichert haben, dass die eingsetzten Trojaner alle rechtlichen Rahmen erfüllen. Komsich dabei ist, das nun das BKA selbst zu gibt nicht in der lage zu sein ein legalen Trojaner zu programmieren.

NPD-Veranstaltung in Bad Säckingen
Sonnabend, 12.05.2012

In Bad Säckingen plant der örtliche NPD-Kreisverband um Alexander Engel aus Schopfheim am Samstag, den 12. Mai, eine Mitgliederversammlung, bei der auch NPD-Kader von außerhalb Baden-Württembergs sprechen sollen.

Für alle verbindliche „Klassiker“
Freitag, 11.05.2012

Der baden-württembergische Verfassungsschutzbericht wurde am 11. Mai vorgestellt. In seiner Darstellung der linken Szene ist das Pamphlet gewohnt sensationslüstern, gewaltgeil und voyeuristisch. Was findet der Geheimdienst nur so bemerkenswert an ein paar abgefackelten Streifenwagen und Baggern? Wegen des bisschen Millionensachschadens bricht doch in Freiburg nicht gleich die Revolution aus.

Aktion gegen Abschiebungen
Donnerstag, 10.05.2012

In der Nacht auf den 10. Mai haben „autonome gruppen“ das Zentralbüro der Grünen Partei in der Haslacherstraße entglast und besprüht, um auf die fortwährende rassistische Politik in Staat, Land und Kommunen hinzuweisen. In den kommenden Monaten will die Regierung hunderte Flüchtlinge „rückführen“, besonders in Länder des ehemaligen Yougoslawien. Für einen sofortigen Abschiebestopp!

Dumm wie Wiese
Mittwoch, 09.05.2012

Der notorische Nazi Martin Wiese muss mal wieder in den Knast. Ausgerechnet JournalistInnen drohte Wiese mit der Todesstrafe durch einen Volksgerichtshof. Außerdem verherrlichte er öffentlich den NS und trug ein T-Shirt mit Hitlers Unterschrift. Wieses Dummheit hat mittlerweile Mahler’sche Ausmaße.

Anti-Terror-Prozesse in Paris
Dienstag, 08.05.2012

Am 14. Mai 2012 beginnt vor der zehnten Kammer des Landesgerichts am Métro Cité in Paris ein auf acht Tage angesetzter Anti-Terror-Prozess gegen sechs GenossInnen. Inès (Isa), Javier (Juan), Damien, Ivan, Franck (Farid) und Bruno haben im Zusammenhang mit den „Mauvaises Intensions“, „Vierzon“ und „Depanneuses“-Affären von 2007 und 2008 alle bereits zwischen fünf und dreizehn Monaten in (U-)Haft gesessen. Für diverse vermeintlich durchgeführte oder geplante Anschläge auf Abschiebeknäste, Jugendknäste, Bullen und Verkehrsinfrastrukturen drohen den GenossInnen hohe Haftstrafen. Solidarisiert euch!

Zum Teufel mit dem Katholikentag!
Montag, 07.05.2012

Am 19. Mai beginnt um 19 Uhr in Mannheim am Hauptbahnhof eine Nachttanzdemo gegen den Katholikentag.
Her mit dem schönen Leben hier und jetzt!

Studentenverbindungen auflösen!
Sonntag, 06.05.2012

Am Freitag, den 18. Mai, findet in Heidelberg zum Abschluss der Kampagne „Knietief im braunen Sumpf — Studentenverbindungen abschaffen!“ eine Demonstration gegen die reaktionären Männerbünde statt.

Abschiebungen öffentlich machen
Sonnabend, 05.05.2012

Nach dem es am 30. März erneut eine Abschiebung gab, demonstrierten rund 180 AbschiebungsgegnerInnen am vergangenen Donnerstag durch die Freiburger Innenstadt. Passend dazu findet am Donnerstag, den 10. Mai, um 20 Uhr ein Tag X+1 Bündnis-Treffen im Alten Wiehrebahnhof statt.

Telekom in Flammen
Freitag, 04.05.2012

Nachdem im April in Berlin ein Kommando Lambros Foundas Feuer an einer Telekom-Niederlassung legte und in Athen Autos der Telekomtochter OTE abgefackelt wurden, gingen nun auch in Hamburg Telekom-Autos in Flammen auf. Der Konzern zahlt damit einen direkten Preis für seine unsoziale Politik.

Hiergeblieben!
Donnerstag, 03.05.2012

Am heutigen 3. Mai wird zu einer Kundgebung gegen die vermehrt auftretenden Abschiebungen in Freiburg aufgerufen. Um 18 Uhr wird auf dem Rathausplatz in Freiburg gegen die lokale Abschiebepolitik protestiert. Anlass ist die Abschiebung einer Freiburger Familie mit zwei Kindern in den Kosovo.

Ohne jeden Gruß
Donnerstag, 03.05.2012

Wegen unseres antiklerikalen Faibles für niedergebrannte Kirchen erreicht uns in schöner Regelmäßigkeit Fanpost. Nicht vorenthalten möchten wir unseren geneigten LeserInnen jene Zeilen von Norbert Schulz aus Dietingen, die uns einige Minuten unbeschwerter Heiterkeit verschafften. Nobbi schreibt uns, dass sich „Gott seiner nicht ungestraft spotten lässt und wenn Sie dereinst sterben und ihm gegenüber stehen werden, dann wird Ihnen die freche und feige Überheblichkeit ganz schnell vergehen und es bleibt nur Heulen und Zähneklappern in ewiger Dunkelheit und Gottesferne, höchstens unterbrochen von Drangsalierungen durch Dämonen.“

1. Mai — Nazis in Bonn
Mittwoch, 02.05.2012

Am 1. Mai marschierten rund 150 Nazis mit zwei Stunden Verspätung auf einer verkürzten Route durch den rechtsrheinischen Bonner Stadtteil Beuel. Die bis zu 8000 GegendemonstrantInnen versuchten zum Teil die Nazis zu blockieren, scheiterten jedoch an den von 2.000 Bullen errichteten Straßensperren. Diejenigen, die auf die Route gelangten, wurden weggetragen. Der DGB führte währenddessen seine traditionelle 1. Mai-Demo ungerührt auf der anderen Rheinseite durch.

Nazis am 1. Mai in Speyer und Mannheim
Dienstag, 01.05.2012

Am 1. Mai marschierten rund 250 Nazis durch Speyer und Mannheim. In Speyer wurden Kundgebungsorte der Nazis durch AktivistInnen besetzt, die Bullen blockierten eine Gegendemo mit rund 1.500 Demonstrierenden, um den Nazis den Aufmarsch zu ermöglichen. Anschließend blockierten in Mannheim mehrere tausend AntifaschistInnen den Naziaufmarsch, so dass die Nazis nur einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Route laufen konnten.

Nazinetzwerk „Freies Netz Süd“ vor Verbot?
Montag, 30.04.2012

Am 26. April hat sich der Münchner Landtag fraktionsübergreifend dafür ausgesprochen, dass das bayerische Nazinetzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) verboten werden soll. Die lokale SPD forderte in einem Dringlichkeitsantrag ein sofortiges Verbot des Netzwerkes und verlangte, dass alle Möglichkeiten des Vereinsrechtes dazu ausgeschöpft werden müssen. Dieser Antrag soll auch die Mitgliedsorganisationen des Nazinetzwerks umfassen. Outings der wichtigsten Nazi-Kader tauchten im Mai und Juli 2011 auf Indymedia linksunten auf.

Blockaden statt Verbote!
Montag, 30.04.2012

Der Naziaufmarsch in Mannheim wurde vom Verwaltungsgericht Karlsruhe erlaubt. Auch der von René Rodriguez-Teufer angemeldete Naziaufmarsch in Speyer wird stattfinden. Kommt nach Speyer und Mannheim!

Gartenstraßen-Freiraum-Demo
Sonntag, 29.04.2012

Am Samstag, den 28. April 2012, demonstrierten in Freiburg etwa 250 Linke unangemeldet für den Erhalt der Gartenstraße 19, der Zelle in Reutlingen, des Irrlichts in Schopfheim und anderer bedrohter Freiräume im Südwesten. Die Cops, die eigentlich die Demo unterbinden wollten und im Vorfeld einen Lautsprecherwagen und die Samba-Band kesselten sowie eine Samba-Spielerin in Gewahrsam nahmen, wurden mal wieder von einem aus dem Nichts aufgetauchten Lautsprecherwagen am Bertoldsbrunnen überrascht. Dadurch konnte eine kurze Schleife bis in die unmittelbare Nähe der an diesem Tag von Cops besetzen Gartenstraße durchgesetzt werden. Dort wurde bis zur Dämmerung auf der Straße gefeiert.

Ob in Mannheim oder in Speyer
Sonnabend, 28.04.2012

Das Verwaltungsgericht Neustadt hat das Verbot des Naziaufmarschs in Speyer gekippt, die Nazis dürfen dort am 1. Mai unter Auflagen marschieren. In Mannheim ist der Naziaufmarsch am 1. Mai noch verboten, aber wir alle kennen ja die Rechtsprechung der letzten Jahre. Auf nach Mannheim!

Keine Aktion ohne Reaktion
Freitag, 27.04.2012

Am 25. April führte die Stadt Freiburg die erste Abschiebung im Rahmen der Anti-Roma-Kampange durch. Am nächsten Tag gab es eine Solidaritäts-Kundgebung in der Innenstadt. Um in Zukunft möglichst schnell über Abschiebungen in Freiburg informiert zu werden, könnt ihr euch in einen SMS-Verteiler eintragen. Dafür schreibt eine SMS mit dem Stichwort anmelden an 0176/397 094 62. Enough is enough!

Den Burschentag zum Kippen bringen
Donnerstag, 26.04.2012

Am Mittwoch, den 16. Mai, organisieren wir eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung mit der Kampagne „Den Burschentag zum Desaster machen“ zur „Deutschen Burschenschaft“ und ihrem „Burschentag“ in Eisenach. Los geht es um 20 Uhr in der KTS. Am Samstag, den 2. Juni, beginnt auf dem Marktplatz in Eisenach um 14:30 Uhr die Demo gegen den Burschentag.

Fuck de smeris
Mittwoch, 25.04.2012

In Nijmegen soll am 29. April das jährliche „Hang the Queen-Fest“ stattfinden. Wegen des Plakats wurde am 25. April die niederländische Seite www.grotebroek.nl offline genommen. Tot de laatste koningin is opgehangen!

Kampf um Freiräume
Dienstag, 24.04.2012

Das Regionale Koordination des Mietshäuser Syndikats hat sich mit dem Jugend- und Kulturzentrum „Kulturschock Zelle“ in Reutlingen solidarisiert. Am 26.05.2012 startet um 15 Uhr in Reutlingen eine Freiraumdemo für den Erhalt der Zelle. Und am nächsten Wochenende gibt es in Freiburg eine Freiraumdemo, um gemeinsam den Geburtstag der Gartenstraße 19 zu feiern und weiterhin für Freiräume zu kämpfen: 28. April 2012, 14 Uhr, Bertoldsbrunnen. Kommt alle!

Nie wieder „Deutscher Kreis“
Montag, 23.04.2012

Auf Indy linksunten wurde ein Hintergrundartikel über den „Deutschen Kreis von 1972 e.V.“ veröffentlicht. Die Nazis vom „Deutschen Kreis“ um Rolf Kosiek, Oliver Erb und Axel Heinzmann planten am 19. April eine Vortragsveranstaltung in Nürtingen, bereits am Schleusungspunkt wurden sie von AntifaschistInnen gestört.

Repression nach M31
Sonntag, 22.04.2012

Nachdem es am 31. März in Frankfurt am Main Massenfestnahmen und massive Ausschreitungen gegeben hatte, droht eine Welle der Repression. Die Rote Hilfe und der EA aus Frankfurt bitten alle Betroffenen, sich zu melden um die Antirepressions- und Solidaritäts-Arbeit zu koordinieren. Gegen mindestens 465 Menschen wird im Zusammenhang mit den 1.000.000 Euro Sachschaden vom 31. März ermittelt. Solidarität sollte eine Waffe sein!

Gentrifizierungskritische Umzüge in Basel
Sonntag, 22.04.2012

Am 21. April haben in Basel gut 100 Leute gegen die urbane Aufwertungspolitik demonstriert. Bereits am 12. Mai ist der nächste Umzug geplant.

Besetzung und Räumung in Leipzig
Sonnabend, 21.04.2012

Am 21. April haben Freiraum-AktivistInnen die Naumburger Straße 40 im Leipziger Stadtteil Plagwitz besetzt. Nach wenigen Stunden räumten die sächsischen Bullen das Haus und nahmen fünf GenossInnen vorübergehend in Gewahrsam.

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„Südwestdeutscher Kulturtag“ der JN – Kinderbetreuung inklusive

Communiqué vom 16.04.2012

Überrascht und schockiert zeigten sich am vergangenen Samstag die BewohnerInnen der beschaulichen Gemeinde Salmbach im französischen Elsass. Der Grund hierfür waren die etwa 150 deutschen Neonazis, die am vergangenen Wochenende den Salle des fêtes, den Gemeinschaftssaal der kleinen Gemeinde, für sich beanspruchten. Der Argwohn scheint verständlich, handelte es sich bei der Zusammenkunft am 14. April 2012 doch um den sogenannten „3. Südwestdeutschen Kulturtag“ (SKT). Eine Veranstaltung mit Brisanz.

Salmbach im Elsass mit seinen etwas über 500 EinwohnerInnen liegt nahe der rheinland-pfälzischen Grenze. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Der Bürgermeister wohnt stilecht in einem elsässischen Fachwerkhaus, Wahlplakate von Grünen und Front National hängen einträchtig nebeneinander. Ein Bild, das durch den unerwarteten Besuch deutscher Neonazis ins Wanken gerät.

Der langjährige Bürgermeister von Salmbach, Jacques Weigel, fühlt sich von den Neonazis getäuscht: „C’est une véritable duperie, wie man auf französisch sagt!“ Seinen Angaben zufolge hatte Udo Pastörs den Salle des fêtes für rund 500 Euro gemietet, um einen „après-midi de récréation“ zu veranstalten, einen „Freizeitnachmittag“. Monsieur Weigel distanziert sich klar und deutlich von der Naziveranstaltung: „Je suis démocrate!“ Nie wieder werde er den Nazis den Gemeindesaal zur Verfügung stellen.

Dass Neonazis ihre Veranstaltungen unter falschen Angaben anmelden, ist ein bekanntes Phänomen. Weniger bekannt sind hingegen grenzübergreifende Aktivitäten. Allenfalls werden grenzüberschreitende Nazikonzerte öffentlich, wie beispielsweise am 9. Juli 2011 in einer Sporthalle im lothringischen Rohrbach. Das vom Ludwigshafener Hammerskin Malte Redeker mitorganisierte Konzert ließ sich aber schon aufgrund der Größe von rund 2.500 hauptsächlich aus Deutschland angereisten Neonazis kaum unbemerkt veranstalten.

Im Bezug auf die VeranstalterInnen des „Kulturtages“ in Salmbach gehört ein solches Vorgehen allerdings inzwischen zur Methode. Um Veranstaltungen nicht zu gefährden und deren reibungslosen Ablauf zu garantieren, weicht die NPD-Jugendorganisation zunehmend auf das europäische Umland aus. So auch am vergangenen Wochenende. Und das aus gutem Grund: hinter der Bezeichnung „Südwestdeutscher Kulturtag“ verbirgt sich eine Zusammenkunft von besonderer Bedeutung. Ein Jahrestreffen verschworener Neonazis, welche die NPD-Jugend als Kaderschmiede einer kommenden Elite begreifen. Einer Elite, die für den Untergang des „Besatzerregimes, das sich Bundesrepublik Deutschland nennt“ Sorge tragen soll.

Seit nunmehr drei Jahren findet sich der „Kulturtag“ im Terminkalender organisierter Neonazis wieder. Der konspirativ durchgeführte SKT offenbart in Ablauf und Funktion erstaunliche Parallelen zum „Märkischen Kulturtag“ (MKT), einer Veranstaltung der verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ). Auch diese Zusammenkunft diente jahrelang als elitäres Jahrestreffen von Alt- und Neonazis. Nach dem Verbot der HDJ und dem damit verbundenen Wegfall des MKT scheint nun der „Südwestdeutsche Kulturtag“ diese Lücke füllen zu können. Dabei scheint es nicht verwunderlich, dass nun die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) als Veranstalter in Erscheinung treten. Etliche ehemalige Kader und „Einheitsführer“ der HDJ finden sich inzwischen in den Reihen der NPD-Jugend wieder.

Die NPD-Jugend als Auffangbecken verbotener Organisationen

Nach dem gescheiterten NPD-Verbotsverfahren 2003 konnte sich deren Jugendorganisation als vermeintlich sicherer Rückzugsraum militanter Neonazis entwickeln. So wurde nur wenige Monate nach dem Verbot der HDJ die Gründung einer „IG Fahrt und Lager“ bekannt. Diese „Interessengemeinschaft“, nach Eigenangaben eine Unterstruktur der „Jungen Nationaldemokraten“, entwickelte bald ein rasantes Eigenleben. Ähnlich wie die HDJ ging die „IG Fahrt und Lager“ dazu über, den politische Nachwuchs in konspirativen Zeltlagern paramilitärisch zu drillen.

Ehemalige HDJ-AktivistInnen treten auf diesen Zeltlagern inzwischen als AusbilderInnen in Erscheinung. Deren Erfahrungen scheint man auch in der Führungsspitze der „Interessengemeinschaft" nicht missen zu wollen. So handelt es sich bei der auch in Salmbach anwesenden derzeitigen „Bundesmädelführerin“ Daniela Kühnel wie auch dem „Bundesführer“ Sebastian Richter um ehemalige HDJ-AktivistInnen. Angesichts dieser personellen Verbindungen verwundert es nicht, dass auch das Vereinslogo der HDJ und die Erkennungszeichen der „IG Fahrt und Lager“ frappierende Ähnlichkeiten aufweisen.

Solcherlei Verbindungslinien zwischen HDJ und „Interessengemeinschaft“ blieben auch den Behörden nicht verborgen. Im Vorfeld des JN-„Jahreswechsellagers“ 2010/2011 wurde die elitäre Neonazi-Gemeinschaft mit einer großangelegten Polizeiaktion konfrontiert. Hausdurchsuchungen im gesamten Bundesgebiet sollten Informationen über die geplante Veranstaltung der JN ans Tageslicht fördern. Die koordinierte Polizeiaktion zeigte Erfolg: der Mietvertrag des ursprünglichen Veranstaltungsortes wurde gekündigt. Das Zeltlager selbst konnte nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden.

Aufgeschreckt durch den unerwarteten Verfolgungsdruck verschwand die „IG Fahrt und Lager“ kurze Zeit später aus der Öffentlichkeit. Entsprechende Hinweise auf ihre Aktivitäten wurden auf der Internetseite des JN-Bundesvorstands kurzerhand entfernt. Auf die Nennung des Namens wird von Seiten der JN inzwischen weitestgehend verzichtet. So auch beim „Südwestdeutschen Kulturtag“, welcher ursprünglich von AktivistInnen der „Interessengemeinschaft“ ins Leben gerufen wurde. Man ist vorsichtiger geworden.

Das Vorgehen der Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit dem „Jahreswechsellager“ 2010/2011 führte noch zu einem weiteren Nebeneffekt. Aktivitäten, welche den Strukturen der „IG Fahrt und Lager“ zugerechnet werden, wie Zeltlager oder auch der „Südwestdeutsche Kulturtag“, wurden zunehmend über die Landesgrenze verschoben – weit entfernt von unliebsamen BeobachterInnen. Während im April 2010 der „1. Südwestdeutsche Kulturtag“ noch im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen stattfand, wurde bereits im Folgejahr ins französische Elsass mobilisiert. Man fürchtete antifaschistische Gegenaktivitäten, mediale Berichterstattung und Repression durch die Behörden, die nach dem Verbot der HDJ verstärkt auf die JN als Ersatzorganisation fokussieren könnten.

Sandkörner, im Getriebe des Besatzerregimes

Dass unliebsame Beobachter alles andere als willkommen sind, stellte die JN von Anfang an unter Beweis. In Ludwigshafen wurden anwesende Fotografen, welche das neonazistische Treiben dokumentieren wollten, massiv bedrängt. Während des zweiten „Kulturtages“, der im „Restaurant Au Stammtisch“ im elsässischen Hatten stattfand, attackierten JN-Aktivisten einen Fotografen aus Norddeutschland mit Faustschlägen und versuchten ihm die Kamera zu entreißen.

Dass man sich bemüht zeigt, die Veranstaltungen unbeobachtet stattfinden zu lassen, ist zumindest aus Sicht der VeranstalterInnen durchaus einleuchtend, dient der SKT doch der Festigung und Vermittlung einer ideologisch geprägten Weltanschauung. Bereits Kleinkinder werden hier in einem völkisch-neonazistischen Mikrokosmos dem Diktat nationalsozialistischer Demagogie unterworfen.

Aus der ihr innewohnenden Zielsetzung macht die JN kein Geheimnis: es geht um die Schaffung von „politischen Soldaten“. Thorsten Heise, Redner während des 1. SKT, fasste diese Zielsetzung folgendermaßen zusammen: „Jeder von Euch ist ein Sandkorn, im Getriebe, in der Maschinerie dieses Besatzerregimes, das sich Bundesrepublik Deutschland nennt. Und eines Tages kommt sein Untergang. Und ihr seid der Sand der dafür sorgt, dass es untergehen wird.“

Auch die Anwesenheit von ehemaligen FunktionärInnen der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ dürfte Motivation genug sein, die Veranstaltung möglichst unentdeckt zu lassen. So nahmen in der Vergangenheit unter anderem die „Einheitsführer“ der „HDJ-Einheit Schwaben“ sowie der „HDJ-Einheit Thüringen“ an dem konspirativen Treffen teil. Der Berliner Rechtsanwalt Wolfram Narath, einer der führenden Köpfe im Hintergrund der HDJ, gehörte gar zu den geladenen Rednern. Neben Narath durfte in der Vergangenheit auch der langjährige Neonazi Ralph Tegethoff das Rednerpult des „Kulturtages“ erklimmen. Seine politische Zielsetzung konnte Tegethoff bereits im Rahmen von HDJ-Veranstaltung zum Besten geben: „Dieser Staat muss abgeschafft werden und durch einen freien deutschen Volksstaat ersetzt werden.“

„Kulturschaffende“ unter sich ...

Angesichts dieser offensichtlichen Verquickung mit ehemaligen HDJ-AktivistInnen und deren Zielsetzungen erscheint es nur konsequent, dass in diesem Jahr mit Sebastian Räbiger der ehemalige HDJ-Bundesvorsitzende die Veranstaltung moderierte. Abermals fand das Treffen jenseits der Grenze statt. Abermals wurde der genaue Ort bis zuletzt geheim gehalten. Mit Hilfe von Kontaktnummern und Schleusungspunkten wurden am vergangenen Wochenende rund 150 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet über die deutsch-französische Grenze dirigiert.

Ihr Ziel: ein Dorfgemeinschaftshaus im französischen Salmbach. Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung gehörte der Auftritt eines Laientheaters, eines Frauenchors sowie der JN-eigenen Trommler- und Fahnengruppe. Volkstanzvorführungen, eine Jurte im Stil der Bündischen Jugend sowie Verkaufs- und Informationsstände rundeten das „kulturelle Angebot“ ab. Bewacht wurde das Gelände von einem einheitlich gekleideten und mit Funkgeräten ausgestatteten Ordnerdienst, völkische Patrouillen durchforsteten die nähere Umgebung, motorisierte Streifen fuhren durchs Dorf.

Einige TeilnehmerInnen hatten zuvor im baden-württembergischen Rheinau-Memprechtshofen an einem Naziaufmarsch am sogenannten „Panzergraben“ teilgenommen. Begleitet wurde der Aufmarsch der rund 50 Neonazis vom lautstarkten Gegenprotesten. Von dort ging die Reise über einen rund 35 km entfernten „Schleusungspunkt“ im elsässischen Seltz in das noch einmal etwa 14 km entfernt liegende Salmbach. Der etwas außerhalb des kleinen Dorfes befindliche Salle des fêtes war ideal für eine solche Veranstaltung geeignet: leicht zu verteidigen und außerhalb des Zugriffs deutscher Behörden.

Wie bereits in den Vorjahren wurde der 3. SKT von bundesweiten JN-Strukturen unter maßgeblicher Beteiligung des Neonazifunktionärs Stephan Böttcher von der JN Rheinland-Pfalz und der „IG Fahrt und Lager“ organisiert. Böttcher betreute bereits 2011 die Kontaktadresse des „Kulturtages“. Die „Verantwortung im Sinne des Presserechts“ für den Werbeflyer wurde wie auch schon im letzten Jahr von rheinland-pfälzischen NPD-Strukturen übernommen. Hier zeichnete das NPD-Mitglied Klaus Armstroff verantwortlich, Ehemann der rheinland-pfälzischen NPD-Landesvorsitzenden Dörthe Armstroff. Dessen Beteiligung erscheint logisch, diente doch das in Weidenthal gelegene Anwesen der Familie Armstroff in der Vergangenheit bereits als Ausweichort für HDJ-Zeltlager.

„Diese Jugend lernt ja nichts anderes als deutsch denken“

Der mittlerweile in Jena studierende JN-Aktivist Patrick Zwerger bewarb den „Kulturtag“ hingegen auf der Website des JN-Bundesvorstands. Im Vorfeld wurden hier Interviews mit den Rednern des „Kulturtags“ veröffentlicht. In den Fragen der JN wird explizit auf das HDJ-Verbot Bezug genommen. Auf die distanzierte Haltung der NPD gegenüber der HDJ angesprochen versprach der diesjährige Redner Udo Pastörs in Zukunft „eine Veränderung herbeizuführen“. Er bedauere die Folgen des Verbots für den „politischen Kampf“. Die Zukunft Deutschlands sieht Udo Pastörs als gefährdet, in einer rassistische Tirade schreibt er über die „biologische Dynamik der Fremdvölker“, welche die „deutschen Ureinwohner“ an die „Wand gebären“ würden. Bereits 2010 war Pastörs für ähnliche Aussagen wegen Volksverhetzung zu 10 Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Mit seiner Einstellung zur HDJ steht Pastörs nicht allein. Auch Sebastian Simka von der Naziband „Projekt Aaskereia“ schwadroniert auf der JN-Internetseite über „Brauchtumspflege“ und bedauert das HDJ-Verbot. Als weiterer Redner des diesjährigen „Kulturtages“ wurde mit dem Auftritt des NPD-Ideologen Olaf Rose geworben. Rose sorgte zuletzt für überregionale Schlagzeilen, als er im März 2012 erfolglos für das Amt des Bundespräsidenten kandidierte. Auch die Rede von Udo Pastörs, dem Fraktionsvorsitzenden der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, dürfte mit Spannung erwartet worden sein. In Pastörs Wahrnehmung handelt es sich bei der Bundesrepublik Deutschland um eine „Judenrepublik“, die bald zusammenbrechen werde. Inwieweit Aussagen wie diese zu seinem Engagement als Redner des „Kulturtages“ geführt haben, bleibt das Geheimnis der VeranstalterInnen, die im Vorfeld bereits ankündigten, dass für „klare Worte“ gesorgt werde.

Mit völkischer Jugendarbeit scheint Pastörs zumindest gut vertraut – bewegte er sich doch bereits im Umfeld der „Wiking Jugend“ (WJ). Diese Organisation wurde 1994 aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus, namentlich der Hitler-Jugend, verboten und gilt als Vorgängerstruktur der inzwischen ebenfalls verbotenen HDJ. Ebenfalls mit der WJ vertraut ist auch Sebastian Räbiger. Der spätere „HDJ-Bundesführer“ leitete zum Zeitpunkt des WJ-Verbotes als „Gauführer“ die Geschicke der Vereinsorganisation im „Gau Sachsen“.

Nach dem Verbot der HDJ scheint sich Räbiger nun der JN anzunähern. Seine Verbundenheit mit NPD-Jugend und der „IG Fahrt und Lager“ offenbarte sich bereits im Juni 2011. Damals verhinderte ein massives Polizeiaufgebot das Pfingstlager von JN und „Interessengemeinschaft“ im sächsischen Quitzdorf am See. Daraufhin suchten führende Neonazis das Gespräch mit der örtlichen Polizeiführung. Unter den Neonazis befand sich neben dem ehemaligen HDJ-Aktivisten Sebastian Richter, heute „Bundesführer“ der „IG Fahrt und Lager“, auch der ehemalige HDJ-Bundesvorsitzende Räbiger. Dass die VeranstalterInnen des jetzt stattgefundenen „3. Südwestdeutschen Kulturtages“ ebenfalls mit „Kinderbetreuung“ warben, erscheint angesichts dieser Hintergründe in einem besonderen Licht.

Recherche Nord & Autonome Antifa Freiburg


Fotos auf linksunten


16. April 2012 - DruckversionURL - Top

Freiburger Linkspartei schützt Faschistin in den eigenen Reihen

Communiqué vom 10.04.2012

Ida Ansorge, 18-jähriges Mitglied der Freiburger Linksjugend [’solid], ist zu den Nazis übergelaufen. Seit mehreren Jahren pflegt sie persönlichen Kontakt zu südbadischen Rechtsradikalen. Bereits Anfang 2010 wurde sie das erste Mal wegen dieser Kontakte von Antifas zur Rede gestellt. Sie gab damals an, keine Informationen weitergegeben zu haben, und versprach jeglichen Kontakt zu Nazis aufzugeben.

Wir wurden Mitte 2011 durch die Beobachtung der regionalen und überregionalen Naziszene auf Ida Ansorge aufmerksam. Aufgrund ihrer engen Freundschaften zu südbadischen Nazis hielten wir sie zuerst für eine Faschistin, erfuhren dann jedoch von ihrer Mitgliedschaft in der Linksjugend. Trotz gegenteiliger Beteuerungen pflegte sie also auch nach der ersten Konfrontation durch Antifas weiter Kontakte zu organisierten Rechtsradikalen und nahm gleichzeitig an antifaschistischen Aktionen und Vernetzungstreffen teil. Da Ida Ansorge zudem Informationen über Linke an Nazis weitergegeben hatte, warnten wir Ende Juli 2011 linke und linksradikale Gruppen vor ihrer Querfront-Politik und forderten ihren Ausschluss aus allen antifaschistischen Strukturen.

Unaufgefordert meldete sich Ida Ansorge Anfang September 2011 bei uns: „Im Gegensatz zu dem Gespräch letztes Jahr bin ich mir nun des potentiellen Risikos eines persönlichen Kontaktes zu organisierten Nazis, sowohl für mich selber, als auch für Genossen, bewusst und muss eingestehen, dass ich die Verantwortung hierfür nicht tragen kann. So habe ich vor knapp zwei Wochen jeglichen Kontakt zu der Gegenseite eingestellt und darum gebeten, das dies auch von dieser eingehalten wird. Ich weiß, dass dies angesichts dessen, dass ich bereits einmal den Kontakt abgebrochen habe, nicht sehr glaubwürdig klingen mag. Dennoch hoffe ich darauf, dass man mir Glauben schenkt.“

Während antifaschistische Gruppen Ida Ansorge konsequent von allen Treffen und Aktionen wie Demonstrationen ausschlossen, entschieden Ende September 2011 der Kreisvorstand DIE LINKE. Freiburg, der LandessprecherInnenrat der Linksjugend [’solid] und die Linksjugend [’solid] Freiburg auf einem Treffen mit Ida Ansorge, dass sie weiterhin in den Strukturen der Freiburger Linksjugend aktiv sein darf. Die südbadische Linkspartei ignorierte damit bewusst unsere Warnung, dass Ida Ansorge Informationen über antifaschistische Strukturen an organisierte Nazis weitergegeben hatte.

Anfang Januar 2012 hat sich Ida Ansorge unter dem Pseudonym "systemraedchen" auf dem Naziportal thiazi.net (1 | 2 | 3) angemeldet. Als „Unterrasse“ gibt sie in ihrem Profil „Atlantid - Westbaltid“ an. Sie hat in den letzten drei Monaten auf dem Naziportal durchschnittlich über sechs Postings täglich verfasst. Nach eigenen Angaben ist Ida Ansorge auf thiazi.net auf der „Suche nach Gesprächspartnern, mit denen ich mich auf einem Niveau über in BRD - Kreisen verpönte Themen unterhalten kann“.

Ida Ansorge beteiligt sich auf thiazi.net beispielsweise an der Diskussion „Wie führt man einen Genozid durch? Unlogik der Holocaust Behauptungen“, bedankt sich bei „Sturmreiter“ für sein „Und dann steht der Ali im Moslemhimmel, will seine 72 Jungfrauen, und wird zu einer Herde Ziegen geführt“ und antwortet auf die Frage „Also was machen wenn man rausfindet die neue Freundin hatte schonmal Rassenschande begangen. Schluss machen oder Vergeben?“ mit : „Solang dabei kein Nachwuchs entstanden ist, hat das für die weitere Zukunft wohl kaum Relevanz.“

Im „Thiazi“-Unterforum „Ab 18“ unterhält sie sich mit den Nazis über ihr „erstes Mal“. Sie erzählt den Nazis von ihrer Familie und bei einem Assoziationsspiel antwortet sie auf „Deutschland“ mit „Tausendjähriges Reich“ und zu „Aufprall“ fällt ihr ein: „Florian Stech“. Bei Florian Stech handelt es sich um den Freiburger NPD-Landtagswahlkandidaten, der am 1. Oktober 2011 versucht hat, einen Antifaschisten zu ermorden, indem er ihn mit seinem Auto anfuhr und schwer verletzte.

Ida Ansorge warnt Nazis auf thiazi.net davor „Interna zu streuen“ und sich „gegenseitig zu outen“. Sie gibt Ratschläge zu Verschlüsselung und Datensicherheit: „Beim Handy habe ich mich da bislang noch nicht so ganz eingearbeitet. Habe allerdings glaube ich bei den Zecken auf Indymedia Linksunten vor ner Weile mal nen Artikel gesehen, der genauer erklärte wie Handys geortet werden können, welche Komponenten der Spion hierbei erhält etc. Ich suche den nachher mal und poste ihn dann hier. Heil euch!“

Über die Finanzierung von antifaschistischer Aufklärungsarbeit berichtet sie den Nazis: „In der Regel wird antifaschistische Propaganda aus eigener Tasche gezahlt oder allenfalls durch Parteien bezuschusst.“ Sie berichtet über die Verfassungsschutzakte eines Parteifreundes und kommt zu dem Fazit: „Die sollen doch mal lieber die autonomen Antifaheinsels überwachen, die Autos anstecken und darin dann eine Systemkritik sehen.“

Ida Ansorge ist fest ins soziale Leben in Freiburg integriert: sie leitet die christliche Pfadfinder-Gruppe „Grashüpfer“ beim „Stamm Alemannen“, ist Mitglied bei den „Freiburg Knights“ und macht zur Zeit ihr Abitur auf dem Freiburger Kepler-Gymnasium. Sie ist weiterhin Mitglied der Linksjugend und wird von der Linkspartei geschützt. Wir fordern alle Teile der Linkspartei auf, jeden Kontakt zu Ida Ansorge sofort einzustellen. In Zeiten, in denen Nazis im besetzten Haus in der Gartenstraße 19 die Scheiben einschlagen, darf Antifaschismus kein Lippenbekenntnis bleiben.

Kein Platz für Nazis!

Autonome Antifa Freiburg


Communiqué, Fotos und Reaktionen auf Indymedia linksunten


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