Südthüringens bekanntestem Neonazi Tommy Frenck wurde am 9. Januar 2026 vor dem Amtsgericht Meiningen der Prozess gemacht. Anlass war seine Steuerschuld aufgrund der Organisation eines Nazigroßkonzerts am 15. Juli 2017 im südthüringischen Themar,
Vor achteinhalb Jahren kamen rund 6.000 Nazis nach Themar. Sie bezahlten jeweils 35 Euro Eintritt, die Frenck teilweise dreist als Spenden verbuchte. Er hatte in seiner Steuererklärung nur 308.904 Euro Umsatz angegeben, während das Finanzamt 630.710 Euro errechnete. Erst sollte Frenck 141.000 Euro hinterzogen haben, nach einer Nachrechnung dann symbolische 88.000 Euro.
Allerdings wurde das Strafverfahren direkt am ersten Tag eingestellt, weil Frenck bereits wegen Steuerhinterziehung in diesem und anderen Fällen 130.000 Euro unter Vorbehalt abgestottert hatte. Sein Verfahren wurde gegen die Auflage einer Zahlung von weiteren 10.000 Euro binnen eines halben Jahres eingestellt. Frencks Verteidiger war der Nazianwalt Andreas Wölfel von der „Burschenschaft Thessalia Prag zu Bayreuth“ in der „Deutschen Burschenschaft“.
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