Samstag, 21.02.2026

Am 5. Februar 2026 gab es laut Kripo und Staatsanwaltschaft Göttingen mehrere Razzien „in insgesamt elf Objekten in fünf Bundesländern und in der Schweiz“ gegen Nazihändler aus dem „Blood & Honour“/„Combat 18“-Umfeld.
„Dabei wurden mehrere tausend rechtsextremistische Tonträger (CDs und Schallplatten) sowie unzählige Mengen von rechtsextremen Szeneartikeln (Pins, Schlüsselbänder, Bekleidung, Sticker und weiteres Merchandise mit Hakenkreuzen, Reichsadler, SS-Totenschädeln, Hitler-Figuren, Blood & Honour-Schriftzug und weiteren Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen), Dopingpräparate, erlaubnispflichtige Sprengkörper und Eigenlaborate, mehrere Schlagringe, eine Schreckschusspistole sowie eine Vielzahl elektronischer Kommunikationsmittel sichergestellt.
Die Durchsuchungen erstreckten sich auf drei Objekte in Niedersachsen sowie auf weitere Liegenschaften in Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Schweiz. Bei einer in Thüringen durchsuchten Lagerhalle handelte es sich um Räumlichkeiten, die im Zuge der Ermittlungen als Szene-Treffpunkt für die örtlich ansässige rechtsextremistische Szene identifiziert werden konnten.“

In der Schweiz fanden die Razzien bei dem Hauptbeschuldigten Alexander Gorges statt, einem altbekannten Konzertorganisator und Waffenhändler. Die Antifa Bern schreibt: „Gorges lebt in einer Mietwohnung im aargauischen Muri und arbeitete als Dachdecker bei der Firma Arnold Dach GmbH im nahegelegenen Fenkrieden. Nachdem die Wohnung in Muri am 5. Februar durch die hiesigen Behörden durchsucht wurde, wurde Gorges am selben Tag in Deutschland verhaftet.“
Laut Göttinger Kripo wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.
Presse: Spiegel | NDR | Blick | Tagesanzeiger