Zwei Jahre nach den Razzien am 11. Oktober 2023 in Nürnberg: Der Verräter Johannes Domhöver hat mal wieder gelogen. Die Ermittlungsverfahren gegen alle sechs Beschuldigten wurden Ende 2025 eingestellt. Der Vorwurf war von Anfang an einfach nur lächerlich: Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Begehung von politischen Graffiti-Straftaten gemäß § 129 StGB. Zuvor waren umfangreiche und bundesweite Ermittlungen und Observationen erfolgt, die dem Nürnberger Staatsschutz zur Erkenntnisgewinnung dienten.
„Auch im 129-Graffiti-Verfahren in Nürnberg lieferten die Aussagen des Verräters Johannes Domhöver die Grundlage für weitere Ermittlungen. Er hatte wilde Behauptungen über eine Graffiti-Bande in Nürnberg erfunden und bei dieser Gelegenheit irgendwelche Personen, die er vor seiner Zeit als Verräter in Nürnberg im linken Kontext gesehen hatte, beschuldigt, Teil von dieser äußerst gefährlichen Gang zu sein. Besonders erwähnenswert: Er kannte lediglich zwei von sechs Namen der Angeschwärzten. Die restlichen vier wurden durch ungefähre Beschreibungen ,identifiziert‘. Desweiteren korrigierten die Ermittler Domhöver, wenn seine Aussagen, so z.B. zu den Wohnorten der Beschuldigten, nicht zu ihren Ermittlungsintention passten bzw. im Bezug auf die Beschuldigten nicht zutrafen. Domhöver diente also nur dazu, eine scheinbare Insider-Quelle vorweisen zu können.“