Donnerstag, 28.05.2026

In den USA hat das Justizministerium einen Auftrag über 106 Millionen Dollar zur KI-gestützten Protokollierung, Übersetzung und Auswertung der Telefonate von Insassen US-amerikanischer Bundesgefängnisse vergeben. Das Bureau of Prisons schloss dazu im April 2026 einen Vertrag mit LEO Technologies von Elliott Broidy. Der britische Guardian schreibt:
„Auf ihrer Website erklärt das in Texas ansässige Unternehmen, dass die Telefongespräche von Gefangenen ,die weltweit größte Konzentration krimineller Aktivitäten darstellen – alle aufgezeichnet, alle legal zugänglich‘.“
Elliott Broidy profitiert ungeniert von der Überwachung Gefangener, dabei liest sich sein Vorstrafenregister wie Trumps Tagebuch: Betrug, Bestechung, illegale Lobbyarbeit, eine gekaufte Abtreibung:
„Der nächste Skandal um Broidy folgte auf einen Hackerangriff auf seine E-Mails. Die New York Times berichtete 2018, dass die E-Mails seine Zusammenarbeit mit dem Berater der Vereinigten Arabischen Emirate, George Nader, offenbarten. Die Times beschrieb diese Zusammenarbeit als ,aktive Bemühungen, Präsident Trump im Auftrag der VAE und Saudi-Arabiens für sich zu gewinnen‘. Nader war 1991 in einem Bundesverfahren wegen Besitzes kinderpornografischen Materials verurteilt worden.“
Beide – Broidy wie Trump – hatten den gleichen Rechtsanwalt: Michael Cohen. Der wurde selbst wegen Steuerhinterziehung und Falschaussagen vor dem US-Kongress zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch für Cohens Ex-Mandanten Broidy sah es nach dessen Verurteilung im Winter 2020 gar nicht gut aus, doch dann erhielt er Hilfe von seinem alten Freund Trump:
„Einen Tag vor dem Ende von Donald Trumps erster Amtszeit im Jahr 2021 begnadigte er Elliott Broidy, einen von Skandalen geplagten republikanischen Spendensammler und ehemaligen Funktionär des Republikanischen Nationalkomitees, der drei Monate zuvor gestanden hatte, versucht zu haben, illegal Lobbyarbeit für Trump und seine Regierung zu betreiben.“