Donnerstag, 07.05.2026

Am 29. März 2025 machte Niklas Hötzer, selbsternannter „Oberchorbannführer“ des „Freichors“, seinen Sängerknaben den Vorschlag, dass der Nazichor Mitglied des „Bundesmusikverband Chor & Orchester“ werde. Auch der „Männergesangverein Untermünstertal 1888“, den Hötzer ebenfalls leitet, ist Mitglied im „Dachverband der Amateurmusik“. Der Vorschlag stieß bei Markus Weckesser auf heftige Gegenliebe:
„Lieber Niklas,
schön, dass Du so vorbehaltlos quer denkst!
1. nachdem unsere Intention neben Freude am Entdecken bislang unbekannt gebliebener Kehlkopfregionen auch und gerade der Erwerb deutschen Kulturgutes ist, wäre der ,Anschluss‘ an einen Traditionsverein deutschen Kulturgutes grundsätzlich einen Versuch wert.
Ich persönlich finde das Angebot des Vereins - so wie Du es uns mitteilst – liberal und undogmatisch – also genau so, wie wir uns m. E. auch persönlich verstehen.
Bzgl. Finanzen sollte man konkrete Zahlen kennen – auch was die damit einhergehenden Bedingungen angeht. Der Präsident des deutschen Chorverbandes war es, der einmal als Bundespräsident – völlig ohne Not und Einfluss von außen – den ,Islam als Teil Deutschlands‘ bezeichnete, ohne damit sogleich eine Ablehnung gegen den Verband an sich insinuieren zu wollen: deutscher-chorverband.de/verband/praesidium
2. Natürlich juckt es jeden von uns, auch und gerade durch das Erheben der Stimme ggf. politisch wirksam zu werden und wer Eier hat, macht das in diesen Zeiten gerade auch für die einzige patriotische Opposition – ohne sich damit zugleich parteipolitisch binden zu wollen. Gleichwohl sollte man das Für und Wider vor einer öffentlichen Darstellung zuerst einmal intern erörtern, um die Befindlichkeiten abzufragen.
Die Vorstellung, dass wir als der ,gesichert extrem blauste Freichor‘ geframed werden, macht mich persönlich im grünwoken Sumpf allein aus Gründen des Nonkonformismus ziemlich sangesfreudig.
3. Gerne hätte ich die neue Probestätte ausprobiert (die Akustik scheint großartig!), bin aber komm. Freitag beruflich in Heidelberg, so dass ich erst wieder am Karfreitag (oder einem anderen Tag) zum Singen kommen könnte – kommen will!
cantat!
Markus, 2. Tenor“

Auf Xing wirbt Weckesser für sich mit dem Slogan „Freiberuflich, Freier Architekt, W²-Architekturbüro“. Die Adresse von Weckessers Architekturbüro lautet formal Stohren 6 in 79244 Münstertal, allerdings befindet sich Stohren näher am Schauinsland als am Münstertäler Ortskern, also mitten im Schwarzwald.
Markus Weckesser grüßte im „Freichor“-Chat mit „Heil deutschem Wort und Sang!“ (Screenshot). Wes Geistes Kind Weckesser ist, war wirklich kinderleicht herauszufinden:
„Hier mal ein intellektueller Lackmustest für alle Chorknaben und Münstertäler Vereinsfunktionäre:
[Link zum „Panzerlied“ aus dem Film „Die letzte Schlacht“ von 1965 über die Ardennenoffensive im Winter 1944/45]
Wer könnte sich vorstellen, auch einmal so ein Soldatenlied – wie ich es noch in meiner aktiven Bw-Dienstzeit (1987-89) – und ganz ohne Beobachtung des Verfassungsschutzes! – im Rahmen der öffentlichen Vereidigung einstudieren durfte – öffentlich zu singen?“
(Screenshot)
Weckesser geht es dabei „zunächst um eine eigene Gewissensprüfung, um einfach mal die ideologischen Grenzen- bzw. -losigkeit zwischen ,Islam gehört zu Deutschland‘ und ,Wehrmachtssoldatenlied‘ auszuloten.
Als Kanon ließe sich das Lied sicher auch noch künstlerisch veredeln, wenn es darum geht, sich nicht des Vorwurfes tumber sozialistischer Kriegspropaganda aussetzen zu wollen.“
(Screenshot)
Am 29. Mai 2025 postete der Dreisamtal-Schwurbler Adrian Kempf eine weitere Variante von „Wenn die bunten Fahnen wehen“. Entstanden ist das schauerliche 3. Fahnen-Video auf dem Schauinslandturm. Markus Weckesser steht ganz links, also in dem Video.
Am 22. Juni 2025, dem Tag nach Mandic’ Hochzeit, schlug Weckesser eine schwarz-weiß-rote Fahne als Logo für den „Freichor“ vor und machte einen kleinen Reichsbürgerwitz: „Hier noch die Bildvorlage für alle zur freien Verwendung für Türklingeln, Büroschilder, Hauswurfsendungen, insta-Statusanzeigen und zur Vorlage bei der nächsten Ausweiskontrolle.“ (Screenshot)